11.750 Schlecker-Mitarbeiter verlieren ihren Job

Hälfte aller Filialen werden geschlossen

Die insolvente Drogeriekette Schlecker schließt jede zweite Filiale und streicht rund die Hälfte der Arbeitsplätze. Das kündigte der vorläufige Insolvenzverwalter Geiwitz an.

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Drogeriekette Schlecker baut massiv Stellen ab.
Maike und Lars, die Kinder von Anton Schlecker, sollten den sanierten Konzern in die Zukunft führen. © dpa, Stefan Puchner

"Das ist ein überlebensnotwendiger Einschnitt", sagte er. Insgesamt sollen lediglich rund 13. 500 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Momentan gehe er davon aus, dass 11.750 Beschäftigte in den Schlecker-Filialen vom Arbeitsplatzabbau betroffen sein. Zudem sollen 3.000 der bislang rund 6.000 Geschäfte des Familienkonzerns aus dem schwäbischen Ehingen schließen. In den vergangenen Jahren habe das Unternehmen jeweils zweistellige Millionenverluste erlitten und drastische Umsatzeinbrüche hinnehmen müssen.

Der Insolvenzverwalter sieht offenbar wenig Chancen, dass die Kinder von Anton Schlecker, Meike und Lars, wie geplant den sanierten Konzern ihres Vaters aus eigener Kraft fortführen können. Ein neuer Investor für Schlecker sei wünschenswert, betonte er. Lars und Meike Schlecker hatten bereits kurz nach der Anmeldung der Insolvenz klargemacht, dass die Familie kaum noch Geld übrig habe.

IhrPlatz von Stellenabbau verschont

Ausgenommen von den harten Einschnitten sei zunächst die Tochter IhrPlatz mit ihren rund 6.000 Arbeitsplätzen und 650 Filialen. Schlecker hatte am 23. Januar beim Amtsgericht Ulm Insolvenz beantragt, kurz danach folgte die Tochter IhrPlatz. Derzeit arbeiten rund 32.000 Mitarbeiter im Konzern und seinen insgesamt rund 7.000 Filialen. Die Schlecker-Auslandstöchter sind bislang nicht insolvent.

Nun werde er Verhandlungen mit der Arbeitnehmerseite für eine schnelle Einigung führen. Ende März solle bereits das Insolvenzverfahren eröffnet werden. Danach dürfe Schlecker nicht mit Verlusten weitergeführt werden. Sonst ließen sich auch keine möglichen Investoren finden, erklärte Geiwitz.