12-Jährige bekommt Baby von Stiefvater – Mutter offenbar ahnungslos

21.11.2013 | 11:48
Güssing In diesem idyllischen Ort spielte sich das Drama ab.

Maria B. will von Schwangerschaft nichts mitbekommen haben

Wie fühlt sich eine Mutter, deren zwölfjährige Tochter ein Kind zur Welt gebracht hat, nachdem sie von ihrem Stiefvater vergewaltigt und geschwängert wurde? Maria B. ist genau das passiert. Die 37-Jährige aus Güssing in Österreich hat angeblich nichts davon mitbekommen, dass ihr jetziger Ehemann sich an ihrer damals elfjährigen Tochter vergangen hat.

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Der mutmaßliche Vergewaltiger sitzt momentan in Untersuchungshaft. Die Behörden ermitteln wegen Kindesmissbrauch. Der 30-Jährige musste sich schon einmal wegen eines Sexualdelikts vor Gericht verantworten. Doch auch gegen Maria B. wird ermittelt, wie die Staatsanwaltschaft Eisenstadt mitteilte.

Die 37-Jährige scheint völlig überfordert zu sein - damals, wie auch jetzt. Sie will zum Beispiel nie mitbekommen haben, dass ihre Tochter schwanger war. "Ich habe immer geglaubt, dadurch dass sie in der Pubertät ist, dass das normal ist, wie sie gebaut ist", sagte sie zu RTL. Sie habe nie mit ihrer Tochter über Aufklärung gesprochen.

Mädchen und Kind sind "wohlauf"

Das Baby hat die 12-Jährige zu Hause entbunden, offenbar allein. "Für mich ist die Welt zusammengebrochen", so Maria B. Dennoch fuhr sie ihre Tochter und das Baby erst Tage später ins Krankenhaus. Dort musste das Mädchen sofort notoperiert werden. Beide seien "wohlauf", ihnen gehe es "den Umständen entsprechend", sagte die Leitende Sozialarbeiterin des Landes, Bettina Horvath, der Nachrichtenagentur APA.

Ihre Tochter und das Baby wurden Maria B. entzogen, ihre anderen beiden Kinder in Pflegefamilien gegeben. Mit einem DNA-Test soll jetzt eindeutig bewiesen werden, dass Maria B.s Ehemann der Vater des Babys ist.