12-Jährige filmt eigene Vergewaltigung – Täter vor Gericht

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Foto: Symbolbild © picture-alliance/ dpa, Steffen Kugler

Stiefvater streitet alles ab

Ganz besonderen Mut bewies ein Mädchen in Köln, das von seinem Stiefvater (70) missbraucht worden sein soll. 17 Mal soll sich der Mann an der 12-Jährigen vergangen haben. Beim letzten Übergriff brachte das Mädchen eine Kamera in ihrem Zimmer an und filmte ihre eigene Vergewaltigung. Dann zeigte sie die Bilder ihrer Lehrerin. Damit beendete sie nicht nur ihr Martyrium, sondern überführte auch ihren Peiniger.

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Seit gestern steht der 70-jährige Grieche Georgios A. in Köln vor Gericht. Die Anklage der Staatsanwaltschaft lautet auf schwerem sexuellen Missbrauch in mindestens 17 Fällen, begangen von 2006 bis Mai 2010. Wie der 'Express’ berichtet, soll der mutmaßliche Täter beim Prozessauftakt selbstsicher aufgetreten sein und die Vergewaltigungen abstreiten.

Der Rentner gibt dem Mädchen die Schuld an den Übergriffen, berichtet das Blatt weiter. Er ließ über seine Dolmetscherin erklären, dass er von der kleinen Stieftochter verführt worden sei, sie ihm etwas in sein Getränk getan haben müsse und er sich nicht erinnern könne.

Mutter setzte sich ab

Der Vorsitzende Richter Christoph Kaufmann erklärte, auf dem Video sei klar zu erkennen, "wer hier Täter und wer Opfer ist". Zudem soll der Rentner seinen Missbrauch immer mit den Worten begonnen haben: "Ich will dich, wir machen es jetzt, mein Mädchen.“ Auch eine Morddrohung soll es gegeben haben.

Die jetzt 13-Jährige musste vor Gericht über Stunden aussagen, weil der Stiefvater alles abstreitet. Die Mutter des Mädchens soll sich laut 'Express’ ins Ausland abgesetzt haben. Seither lebe die Schülerin in einem Heim, noch immer traumatisiert. Ein Urteil wird Anfang Oktober erwartet.


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