14 Tote bei Massaker auf Fußballplatz

14 Tote bei Massaker auf Fußballplatz
© dpa, Str

Brutale Hinrichtungen mit Kalaschnikows

Kaltblütiges Massaker bei einem Fußballspiel: In Honduras haben Unbekannte ein Blutbad angerichtet und 14 Menschen erschossen. Die maskierten Täter waren nach Berichten von Augenzeugen von zwei Seiten auf das Spielfeld in San Pedro Sula vorgedrungen und eröffneten mit Kalaschnikows das Feuer auf Spieler, Schiedsrichter und Zuschauer. Die Täter waren ersten Ermittlungen zufolge Mitglieder einer Jugendbande. Vize-Innenminister Armando Calidonio sprach von einem Racheakt.

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Wie die Zeitung 'La Prensa' aus San Pedro Sula berichtete, zwangen die schwer bewaffneten Täter ihre Opfer, sich auf den Boden zu legen. Dann hätten sie ihre Waffen auf die Wehrlosen gerichtet und einen nach dem anderen erschossen. Sie hätten ihre Opfer auch nach Waffen durchsucht. Acht Opfer überlebten zunächst, starben aber auf dem Weg ins Krankenhaus, berichtete die Lokalzeitung weiter.

Streit zwischen rivalisierenden Jugendbanden

Die Behörden nannten Streit zwischen rivalisierenden Jugendbanden, den 'Pandillas', als mögliches Motiv. Das Ziel des Angriffes seien drei Jugendliche gewesen. Bei der Bluttat kamen drei Schiedsrichter und zwei Fußballspieler ums Leben, die restlichen Opfer waren Zuschauer. Nachbarn flüchteten bei der Schießerei in ihre Häuser.

Erst im September hatten Bewaffnete in San Pedro Sula, der zweitgrößten Stadt des Landes, eine Schuhmacherwerkstatt überfallen und 17 Menschen erschossen. Honduras gehört mit durchschnittlich 16 Getöteten pro Tag und einer Rate von knapp 70 Morden auf 100.000 Einwohner zu den gefährlichsten Ländern Amerikas. Von Januar bis Juni dieses Jahres wurden 2.929 Menschen getötet, etwa 2.500 von ihnen wurden erschossen.


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