14 Tote bei Massaker in Mexiko

Eine Gruppe schwer bewaffneter Männer hat auf einer Feier von Jugendlichen in Ciudad Juárez/Mexiko ein Massaker veranstaltet. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft des Bundesstaates Chihuahua richteten die 14 schwer bewaffneten Täter 14 Menschen zwischen 15 und 20 Jahre hin, ein Dutzend weiterer Partygäste wurde zum Teil schwer verletzt. Die Jugendlichen hatten einen Pokalsieg gefeiert.

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14 Tote bei Massaker in Mexiko
© dpa, Luis Hinojos

Die Täter waren mit etwa zehn Fahrzeugen vorgefahren und hatten die Zugangsstraßen blockiert. Sie stürmten das Gebäude. Mit automatischen Waffen eröffneten sie sofort das Feuer auf die Jugendlichen, die keine Chance hatten zu entkommen. "Wir verfolgen bei unseren Ermittlungen zwei Stränge, einer davon hat mit Drogen zu tun", sagte Staatsanwältin Patricia Gonzalez.

Einem Bericht der Zeitung 'El Universal' zufolge war unter den Ermordeten auch eine junge Frau, die vor einigen Tagen Zeugin eines anderen Massakers geworden war. Möglicherweise galt ihr der Anschlag, da die Täter gezielt nach jemandem Ausschau gehalten hätten.

Ciudad Juarez: Sieben Morde pro Tag

2006 hatte die Regierung Zehntausende Soldaten in den Norden des Landes geschickt, um die Drogenkriminalität an der Grenze zu den Vereinigten Staaten zu bekämpfen. Der Gewalt in der Region wurden sie jedoch nicht Herr. Mord, Entführungen und Erpressungen sind an der Tagesordnung. In der 1,3 Millionen Einwohnerstadt Ciudad Juárez werden täglich sieben Menschen ermordet, nirgendwo auf der Welt gibt es eine höhere Quote. Im vergangenen Jahr kamen bei Gewaltverbrechen 2.650 Menschen ums Leben.