35.000 Walrosse stranden an der Küste von Alaska

Walrosse suchen vergeblich nach Eis – und finden die Küste

Das Eis in der Arktis schmilzt weiter – und es zeigen sich immer neue Folgen. Walrosse können nicht unbegrenzt lange schwimmen: sie ruhen sich zwischendurch aus, und das auf Eisschollen. Eigentlich halten sich die Meeressäuger im arktischen Sommer in der Beringsee auf. Jetzt sind sie aber gezwungen, mit dem Eis nach Norden zu ziehen.

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Gestrandete Walrosse
Sie suchen nach Eis - aber finden die Küste. 35.000 Walrosse vor Alaska. Bildquelle: Corey Accordo

Das bleibt nicht ohne Folgen: An der Küste vor dem Inuitdorf Point Lay im nordwestlichen Alaska sind vor ein paar Tagen 35.000 Walrosse gestrandet (siehe Fotos). Aber damit nicht genug: die Tiere geraten in Massenpanik und die im Schnitt 1,2 Tonnen schweren Tiere laufen Gefahr, sich gegenseitig zu erdrücken. So sind bereits 50 Kadaver an der Küste vor Point Lay gefunden worden.

Dies passiert nicht zum ersten Mal: Bereits 2007 wurden pazifische Walrosse so weit nördlich gesichtet, 2009 starben 130 Tiere an der Küste von Alaska.


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