40 Superreiche spenden Hälfte ihres Vermögens

40 Superreiche spenden Hälfte ihres Vermögens

Initiative von Gates und Buffett

Sie sind unfassbar reich und sie möchten, dass auch andere Menschen von ihrem Reichtum profitieren. Und sie sind die wohl besten Telefonverkäufer der Welt: Wochenlang hingen Bill Gates und Warren Buffett an der Strippe, dann hatten sie mehr Geld zusammen, als einige EU-Länder als Bruttoinlandsprodukt vorweisen können.

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Der Microsoft-Gründer und der Investmentpapst haben 40 Milliardäre überredet, mindestens die Hälfte ihres Vermögens zu spenden. Diese einzigartige Aktion dürfte 100 Milliarden Dollar (75 Milliarden Euro) zusammengebracht haben.

Gemeinsam haben sie das Projekt "The Giving Pledge" (Das Spendenversprechen) gestartet. Erklärtes Ziel: Möglichst vielen Milliardären möglichst viele Milliarden aus der Tasche zu ziehen.

"Wir haben etwa 70 Leute auf der "Forbes"-Liste angesprochen, denen wir sowas zugetraut haben", sagt Buffett. "Sowas", das ist das Verschenken der Hälfte des Vermögens, das zuweilen über Generationen angespart und vererbt wurde. "Einige wollten erst nicht, viele konnten wir dann doch überzeugen." Immerhin 40 Milliardäre machen aber bei Gates und Buffett mit: 'Star Wars'-Erfinder George Lucas und CNN-Gründer Ted Turner, Hotel-Erbe Barron Hilton und Bankier David Rockefeller, 'Oracle'-Gründer Larry Ellison und Designerin Diane von Fürstenberg.

Eine Regel hat der exklusive Club: Es müssen schon mindestens 50 Prozent sein, die die Milliardäre abgeben. Für welchen Zweck, bleibt dem Spender überlassen.

Stiftungen hoffen nun auf deutsche Milliardäre

Nach den zugesagten Milliardenspenden US- Prominenter hofft der Bundesverband Deutscher Stiftungen auf eine Signalwirkung in Deutschland. Er begrüßte den Appell von Microsoft-Gründer Bill Gates und Großinvestor Warren Buffett an amerikanische Milliardäre, die Hälfte ihres Vermögens zu spenden. "Eine ähnliche Aktion in Deutschland wäre ein starkes Signal für die Zivilgesellschaft", betonte der Bundesverband am Donnerstag in Berlin.

Hermann Falk, Mitglied der Geschäftsleitung des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, appellierte an die Reichsten der Reichen: "Wenn sich nur einige weitere der 53 Milliardäre in Deutschland die Aktion von Gates und Co. zum Vorbild nehmen, wird sich das Gesamtkapital der Stiftungen in Höhe von aktuell rund 100 Milliarden Euro auf einen Schlag erhöhen." Falk fügte hinzu: "In den Händen der Wohlhabenden liegt ein starker Hebel, den sie gemeinsam nutzen sollten".

Bildquelle: dpa bildfunk