50 Euro mehr Rente für Betreuungsgeld

Kauder regt neuen Rentenanspruch für Eltern an

Die CDU versucht offenbar, den Koalitionsstreit um das geplante Betreuungsgeld durch zusätzliche Leistungen zu befrieden. Laut Fraktions-Chef Volker Kauder soll es zusätzlich zum Betreuungsgeld einen höheren Rentenanspruch für Eltern geben, deren Kinder vor 1992 geboren sind. Ihre monatliche Rente soll um rund 50 Euro angehoben werden.

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Volker Kauder (CDU): Höherer Rentenanspruch beim Betreuungsgeld
Laut CDU-Fraktionschef Volker Kauder sollen Eltern zusätzlich zum Betreuungsgeld einen höheren Rentenanspruch bekommen. © dpa/dpaweb, A3749 Steffen Kugler

Kauder sagte der 'Süddeutschen Zeitung', es werde dabei "um die Rente der Väter und Mütter gehen, deren Kinder vor dem Jahr 1992 geboren wurden". Diese Eltern sind bisher deutlich schlechter gestellt als die Eltern jüngerer Kinder. Von dem höheren Rentenanspruch würden anders als beim Betreuungsgeld auch diejenigen profitieren, die ihr Kind in eine Krippe geben. Die Anhebung des Rentenanspruchs hatte vor allem die Frauenunion seit langem gefordert.

Änderungen schon 2003 beschlossen - aber noch nicht durchgesetzt

Bisher werden Eltern in der Rentenversicherung unterschiedlich viele "Entgeltpunkte" für die Erziehung angerechnet. Für Kinder, die nach dem 1. Januar 1992 geboren sind, gibt es drei Punkte - für alle älteren Kinder nur einen Punkt. Von der Zahl der im Arbeitsleben erreichten Entgeltpunkte hängt die Höhe der am Ende gezahlten Rente ab, schreibt die Zeitung.

Ein Entgeltpunkt ist derzeit im Westen 27,47 Euro wert, in den neuen Ländern 24,37 Euro. Die monatliche Rente für die Erziehung eines vor 1992 geborenen Kindes würde bei einer Angleichung an die Regelungen für jüngere Kinder also um etwa fünfzig Euro steigen. Die CDU hatte schon auf ihrem Bundesparteitag 2003 entsprechende Änderungen beschlossen, bisher waren sie jedoch nicht durchgesetzt worden.


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