90 Prozent der Züge standen still – bald längere Streiks bei der Bahn?

Zugverkehr normalisiert sich wieder

Der erste Warnstreik bei der Bahn traf viele Fahrgäste unvorbereitet - 90 Prozent der Züge blieben Montagabend stehen oder hatten Verspätung. Doch dabei wird es vermutlich nicht bleiben. Während sich der Zugverkehr wieder normalisiert, kündigt die Lokführer-Gewerkschaft GDL noch härtere Maßnahmen an.

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Stehende S-Bahn in Berlin während des Warnstreiks.
Wie hier in Berlin standen bundesweit Züge still. © dpa, Paul Zinken

Am Morgen kam es noch vereinzelt im Nah- und im Fernverkehr zu geringfügigen Verspätungen, teilte die Bahn mit. In den Bahnhöfen Hamburg und Hannover war am Abend der gesamte Zugverkehr zeitweise zum Erliegen gekommen.

Die GDL hatte am Montag ein neues Tarifangebot der Bahn abgelehnt und ihre Mitglieder zu einem Warnstreik im Personen- und Güterverkehr aufgerufen. Die Bahn sprach von Zehntausenden betroffenen Fahrgästen, zumal auch die S-Bahnen betroffen waren.

Die GDL will dem ersten Warnstreik einen oder zwei weitere folgen lassen, wenn die Deutsche Bahn kein Angebot für kürzere Arbeitszeiten für das gesamte Zugpersonal vorlege. Das hatte Gewerkschaftschef Claus Weselsky zum Streikauftakt im Berliner Hauptbahnhof angekündigt. Der nächste Schritt wäre dann eine Urabstimmung "über längerfristige Maßnahmen".