A9 bei Dessau: Ferrari rast in Stauende

Tote und Verletzte

Auf der A9 bei Dessau sind am Abend zwei Menschen ums Leben gekommen, sechs wurden zum Teil schwer verletzt. Offenbar war ein 300 PS starker Ferrari nahezu ungebremst in das Ende eines Staus gerast.

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Gerade erst hatte es einen Unfall mit einer leicht verletzten Mutter und ihrem Kind gegeben. Der Stau begann sich aufzulösen, da krachte der schwarze 300-PS-Sportwagen mit offenbar extrem hoher Geschwindigkeit in die stehenden Autos. "Wir waren gerade zurück in der Wache, da kam der nächste Einsatz, und wir sind dann wieder zur Einsatzstelle gefahren - ein paar Kilometer weiter", so Uwe Träger, Einsatzleiter der Feuerwehr in Dessau.

Zwei Menschen starben noch an der Unfallstelle

Der Schweizer Ferrari fuhr auf einen Renault mit vier Insassen auf. Ein 54-Jähriger und eine zwei Jahre ältere Frau, die beide aus Brandenburg stammen, starben noch an der Unfallstelle. Durch die Wucht wurden fünf weitere PKW ineinander geschoben, die beiden Insassen des Sportwagens und vier weitere Menschen erlitten schwere Verletzungen. "Das hat man nur hinter uns krachen gehört, und dann schossen die zwei Fahrzeuge rechts an uns vorbei in die Leitplanke", berichtet ein Augenzeuge.

Ersthelfer zogen die Verletzten aus den Wracks und legten sie auf die Straße, bis Hilfe kam. "Das sind belastende Einsätze. Da muss man dann nachher Nachsorge betreiben, Gespräche führen, damit dann dort nichts hängen bleibt", erklärt Träger.

Bis in die Nacht blieb die Autobahn gesperrt. Den Sachschaden schätzte die Polizei auf 160.000 Euro.