Abzocke mit neuen TAN-Verfahren?

TAN-Liste ade

Ob Kleidung, Telefone oder Computer - wir wollen immer auf dem neuesten Stand sein. Nur beim Online-Banking, das 25 Millionen Deutsche nutzen, verlassen wir uns immer noch auf eine technisch veraltete Methode: Die Papierliste mit den Transaktionsnummern. Ein Leichtes für Kriminelle, so die Zugangsdaten abzufischen und Konten leer zu räumen. Die Schäden, die dadurch entstehen, haben sich in den vergangenen Jahren verdreifacht.

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Und deshalb stellen die meisten Banken ihre Sicherheitssysteme bis zum Jahresende um. Der Verbraucher muss sich zwischen zwei neuen Verfahren entscheiden: Der mobilen TAN, bei der der Kunde seine TAN per SMS geschickt bekommt, und dem TAN-Generator, einem kleinen Gerät, in das man seine Bankkarte steckt und das per optischer Erkennung eine TAN generiert.

Der Vorteil bei beiden Methoden: Die Zahlenkombinationen werden für jedes Bankgeschäft einzeln produziert und sind nur wenige Minuten gültig: Doch für das Plus an Sicherheit wird der Kunde zur Kasse gebeten: Eine SMS lassen sich die meisten Banken mit sieben bis zehn Cent bezahlen. Und auch der TAN-Generator kostet: Je nach Bank zwischen zehn und rund 72 Euro.

Dass es auch anders geht, beweist die Postbank: Sie verlangt nichts für den SMS-Verkehr. Auch einige andere Institute räumen ihren Kunden zumindest einige Frei-SMS ein. Mehr Sicherheit muss also nicht unbedingt mehr kosten!


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