Achtung vor Internet-Betrügern: Amazon-Kunden sind besonders gefährdet

Phishing-Mail Amazon
So sieht die gefälschte Amazon-Mail aus, mit der Internetbetrüger an Ihre Daten wollen. Foto: Verbraucherzentrale NRW.

Falsche Mails von Datendieben

Sind Sie Amazon-Kunde? Wenn Sie in den vergangenen Tagen eine Mail des Versandunternehmens mit dem Betreff 'Heartbleed-Exploit Ihre Mithilfe' bekommen haben, sollten Sie genauer hinschauen. Bei der Mail handelt es sich nämlich um eine sogenannte Phishing-Mail, die darauf abzielt, dass der Empfänger der Nachricht seine Daten verifiziert und somit für die Betrüger frei zugänglich macht.

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Die jetzt aufgetauchte Amazon-Variante benutzt die Sicherheitslücke 'Heartbleed' als Vorwand, um die Daten abzugreifen. In einer Mail, deren Layout den echten Amazon-Mails täuschend ähnlich sieht, wird darauf hingewiesen, dass es "zu Ihrer Sicherheit erforderlich ist, dass Sie die Daten Ihres Amazon-Kundenkontos verifizieren". Ansonsten sei Amazon nach 14 Tagen dazu gezwungen, das Kundenkonto dauerhaft und unwiderruflich zu sperren. Wer nun auf den in der Mail enthaltenen Link 'Verifizierung' klickt, wird auf eine Webseite weitergleitet, die der originalen Amazon Homepage sehr ähnlich sieht. Dort wird man aufgefordert, seine Kontakt- und Kontodaten sowie das Kennwort des jeweiligen Amazon-Kontos einzugeben.

Das können Sie tun

Sowohl die Verbraucherzentrale NRW als auch das Unternehmen Amazon selber warnen davor, persönliche Daten weiterzugeben. Amazon sagt, dass das Unternehmen in E-Mails niemals nach persönlichen Informationen fragt. Ralf Scherfling, Finanzexperte der Verbraucherzentrale, weist darauf hin, dass "die Mails immer besser werden." Es sei nichts Besonderes mehr, "dass die Betrugsmails aussehen wie Echte", so Scherfling. Im Fall der 'Heartbleed-Exploit'-Mail gingen bei der Verbraucherzentrale innerhalb von zwei Tagen zwölf Hinweise auf die Phishing-Mails ein - für die Experten eine hohe Anzahl.

Sollten Sie eine solche Phishing-Mail erhalten haben, geben Sie auf keinen Fall Ihre Daten preis. Leiten Sie die Mail an die Verbraucherzentrale an phishing@vz-nrw.de weiter und, wenn möglich, auch an den betroffenen Anbieter - in diesem Fall Amazon. Dann löschen Sie die Mail so schnell wie möglich. Sowohl auf der Seite der Verbraucherzentrale NRW als auch auf den Seiten der großen Unternehmen finden Sie Hinweise, Tipps und Hilfestellungen zu den Themen 'Phishing' und 'gefälschte E-Mails'.


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