Ackermann: Suche nach weiterem Sprengstoff

Bekennerschreiben gefunden

Zu dem versuchten Briefbombenanschlag auf Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann hat sich nach Angaben des Landeskriminalamtes eine linksanarchistische Gruppe aus Italien bekannt. Bei der Spurensicherung sei ein Bekennerschreiben der 'FAI - Federazione Anarchica Informale' entdeckt worden, teilte das hessische LKA mit. Die Briefbombe war am Mittwoch in der Poststelle der Deutschen Bank entdeckt und entschärft worden. Verletzt wurde niemand.

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Zu dem versuchten Briefbombenanschlag auf Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann hat sich nach Angaben des Landeskriminalamtes eine linksanarchistische Gruppe aus Italien bekannt.
Zu dem versuchten Briefbombenanschlag auf Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann hat sich eine linksanarchistische Gruppe aus Italien bekannt. © REUTERS, ALEX DOMANSKI

Der Verfasser spreche von "drei Explosionen gegen Banken, Bankiers, Zecken und Blutsauger". Danach muss davon ausgegangen werden, dass noch zwei weitere Briefbomben verschickt worden sein könnten, warnte das LKA.

"Die Tätergruppe die hinter dem versuchten Anschlag auf die deutsche Bank steht, die nehmen wir sehr ernst, weil sie haben gezeigt dass sie so eine Bombe bauen können und deshalb nehmen wir auch diesen Hinweis auf zwei weitere Bomben sehr ernst", sagte Udo Bühler.

Bei der 'FAI' handele es sich um eine terroristische, linksanarchistische Organisation. Die Gruppe hat in der Vergangenheit mehrfach die Verantwortung für Anschläge gegen staatliche Organisationen in Europa mit Schwerpunkt in Italien übernommen.

2003 gab es einen Anschlagsversuch mittels Briefbombe auf die EZB in Frankfurt am Main. Hier lag auch ein Bekennerschreiben der "FAI" vor. Seinerzeit führten der Generalbundesanwalt und das Bundeskriminalamt die Ermittlungen. Tatverdächtige konnten damals nicht ermittelt werden.


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