'ADAC Postbus' heizt Preiskampf an: Werden Fernbus-Reisen jetzt noch billiger?

09.10.2013 | 11:00
'ADAC Postbus' heizt Preiskampf an: Werden Fernbus-Reisen jetzt noch billiger? Neu auf deutschen Straßen: ADAC und Post wollen den etablierten Fernbus-Anbietern Konkurrenz machen.

Neues Angebot startet auf fünf Strecken

Seit Öffnung des Fernbus-Marktes Anfang 2013 explodieren die Passagier-Zahlen: Immer mehr Deutsche fahren mit Omnibussen von Stadt zu Stadt und verzichten auf Bahn, Auto oder Flugzeug. Das Hauptargument: Es ist billiger. Jetzt haben der ADAC und die Deutsche Post ihr Angebot vorgestellt: Der 'ADAC Postbus' soll zunächst auf fünf Strecken starten, später ist ein deutschlandweites Netz geplant. Den Kunden wird's freuen: Der Preisvergleich zwischen verschiedenen Anbietern lohnt sich so immer mehr.

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Insgesamt fährt der gelbe Reisebus 24 Städte an und bringt so noch mehr Bewegung auf den boomenden Markt, in dem etablierte Anbieter sich seit Januar einen Preiskampf liefern – seit Einführung der Fernbusse sind die Tarife um rund zehn Prozent gesunken.

"Komfort und Sicherheit" sollen beim neuen Angebot von ADAC und Post im Mittelpunkt stehen, wie die Unternehmen mitteilten. "Unser Angebot soll auf lange Sicht nicht zwingend das Billigste, sondern das Beste sein", sagte ADAC-Präsident Peter Meyer. Dennoch: Wie bei den meisten Wettbewerbern werden die Fahrten unter dem Bahnpreis angeboten. Geplant sind ab dem 1. November im Regelbetrieb fünf Strecken mit zahlreichen Zwischenhalten in größeren Städten: Köln – München, Bremen – Berlin, Köln – Berlin und Berlin – Leipzig (direkt und über Dresden).

Seit Öffnung des Fernbusmarkts in Deutschland Anfang 2013 hat sich das Angebot bei hoher Nachfrage rasant erweitert. Inzwischen gibt es rund 170 Anbieter, darunter neben der Deutschen Bahn mit ihren IC-Bussen auch viele neu gegründete kleine Busunternehmen. Die Fernbustickets sind meist günstiger als Bahnkarten.