ADAC-Test: Auto-Werkstätten fallen durch

Freie Werkstätten besonders schlecht

"Schockierend" nennt der ADAC das Ergebnis seines diesjährigen Werkstätten-Tests. Von den 72 getesteten Betrieben fielen gleich zwei Drittel durch. Nur sechsmal vergab der ADAC die Note 'sehr gut'. Viele Werkstätten arbeiteten die Inspektionsliste offensichtlich nicht sorgfältig ab. Die versteckten Fehler in den präparierten Autos wurden oftmals nicht gefunden. Und auch der Kundenservice ließ zu wünschen übrig, so das Fazit des Automobil-Clubs.

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ADAC Werkstatt-Test
Viele Mechaniker fanden die versteckten Fehler nicht. © Zentralbild, Z1009 Jan-Peter Kasper

Besonders schlecht schnitten die Reparaturfirmen ab, die keiner Kette angehören. 72 Prozent wurden als 'mangelhaft' bewertet. Gleichzeitig zeigte der Test, dass die Inspektionen nicht günstiger sind als bei den Ketten. Von allen freien Werkstätten hat Riegelhof Karosseriebau in Frankfurt/Main am besten abgeschnitten.

Bei den Ketten fielen immerhin noch knapp die Hälfte der getesteten Betriebe durch. Testgewinner ist hier ein A.T.U-Betrieb in Hamburg (Heidhorst 3). Allgemein fiel bei dieser Kette positiv auf, dass keine einzige Werkstatt als 'mangelhaft' bewertet wurde. Außerdem wurde bei der Inspektionsannahme offen und realistisch über die voraussichtlichen Kosten gesprochen wird. Sechs der neun getesteten A.T.U-Service-Unternehmen fanden alle vom ADAC vorbereiteten Mängel. Bei den Bosch-Werkstätten fielen drei Betriebe durch, bei "1a" sechs und bei Meisterhaft acht.

Für die Stichprobe überprüfte der ADAC allerdings nur 72 Werkstätten. In ganz Deutschland gibt es nach ADAC-Angaben 20. 000 freie Werkstätten, dazu kommen weitere 20.000 Vertragswerkstätten.