Adventskranz vergessen: Zwei Kinder sterben bei Hausbrand in Kleve - "Ich habe Schreie von Kindern gehört"

Sieben Geschwister und Mutter überleben

Ein brennender Adventskranz hat in Kleve am Niederrhein ein tödliches Feuer ausgelöst. Einem Gutachter zufolge hat die Familie die Kerzen an dem Kranz nicht ausgeblasen. Die Flammen breiteten sich in der Nacht aus und zerstörten das gesamte Haus. Für zwei Jungen im Alter von drei und acht Jahren kam jede Hilfe zu spät.

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Feuerdrama in Kleve: Zwei Kinder sterben bei Hausbrand
Für zwei der neun Kinder kam die Hilfe nach dem Brand eines Einfamilienhauses in Kleve zu spät.

In dem Haus wohnte eine 42 Jahre alte Mutter mit elf Kindern. Die Frau hatte gegen 1.30 Uhr noch selbst die Feuerwehr alarmiert. Zum Unglückszeitpunkt war sie mit neun Kindern daheim. "Als wir am Einsatzort eintrafen, hatte sich die Mutter mit sieben Kindern schon ins Freie gerettet", sagte Benkel. Mit Atemschutzmasken bahnten sich die Einsatzkräfte über Leitern den Weg durch das verqualmte Gebäude. "Wir konnten die beiden vermissten Kinder schnell finden und ins Freie bringen. Leider blieben die Reanimationsversuche erfolglos." Die Überlebenden wurden mit Schocksymptomen und Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht.

Die Feuerwehr war mit mehr als 50 Einsatzkräften und elf Löschfahrzeugen im Einsatz. Auch für die Feuerwehrmänner war der Einsatz eine große Belastung, wie Benkel sagte: "Das war auch für uns ziemlich schrecklich." Die Einsatzkräfte erhielten daher ebenfalls psychologische Unterstützung.

Nachbar fing Kinder bei Sprung aus brennendem Haus auf

"Der Notarzt lehnte verzweifelt an der Garagenwand. Dieses Bild bekomme ich nicht aus dem Kopf", berichtete ein Nachbarin, die von dem Unglück geweckt wurde und dann aus ihrer Küche schaute. "Gegen halb zwei habe ich Sirenen gehört. Ich sah einige Flammen, die aus den Fenstern schossen, und unvorstellbar viel Qualm."

Ihre Rettung verdanken die Überlebenden nicht nur den Rettungskräften, sondern auch dem beherzten Eingreifen einiger Nachbarn. Ein 45-Jähriger, der mit seiner Familie erst vor einer Woche in das Haus gegenüber gezogen war, hat nach eigenen Worten zwei der Kinder bei ihrem Sprung aus dem brennenden Haus auffangen können. "Ich habe Schreie von Kindern gehört. Als ich das Feuer sah, bin ich sofort raus", berichtete er noch sichtlich geschockt. "Was heute Nacht passiert ist, ist schrecklich - eine Tragödie. Es sind so freundliche Leute", so eine andere Nachbarin.


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