AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel: Asylbewerberin schwarz beschäftigt?

ARCHIV - Alice Weidel, AfD-Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl 2017, aufgenommen am 06.09.2017 während einer AfD-Wahlkampfveranstaltung im Congresscentrum in Pforzheim (Baden-Württemberg). (zu dpa «WamS»: Radikale Weidel-Mail aufgetaucht - AfD-K
Neuer Ärger um AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel? © dpa, Sebastian Gollnow, scg tba kde

Schwarzarbeit von Asylbewerberin aus Syrien?

Alice Weidel soll an ihrem Schweizer Wohnsitz in Biel eine Asylbewerberin aus Syrien schwarz beschäftigt haben. Das berichtet 'Die Zeit'. Ausgerechnet die AfD-Spitzenpolitikerin, die sich vehement gegen die Flüchtlingspolitik ausspricht.

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Alice Weidel zahlte 25 Franken pro Stunde – cash auf die Hand

Schon 2015 arbeitete eine Islamwissenschaftsstudentin für die Politikerin, die den Job danach an die Frau aus Syrien übergab. Die Asylbewerberin half bereits im Herbst 2016, als Weidel mit ihrer Familie in eine Eigentumswohnung umzog.

Das Gehalt bezahlte die AfD-Spitzenpolitikerin den Frauen bar auf die Hand. 25 Franken pro Stunde (entspricht knapp 22 Euro) gab es für sie, was für Schweizer Verhältnisse üblich ist. Doch es war Schwarzarbeit: Weder bestand ein Anstellungsvertrag, noch wurden die Frauen um eine Rechnungsstellung gebeten.

AfD-Spitzenkandidatin für den Bundestag

'Die Zeit' fragte eine Stellungnahme an. Weidels Anwalt ließ allerdings nur ausrichten, dass die gesetzte Antwortfrist von einem Arbeitstag "für die Aufarbeitung zum Teil relativ komplexer rechtlicher Sachverhalte mit Blick auf die Zulässigkeit von Vergütungsregelungen" zu kurz sei.

Alice Weidel lebt mit ihrer Lebenspartnerin, einer aus Sri Lanka stammenden Schweizerin, in Biel. Sie ziehen gemeinsam zwei Söhne groß. In der Öffentlichkeit nennt die AfD-Politikerin die deutsche Ortschaft Überlingen als Wohnort. Die 38-Jährige ist neben Alexander Gauland die Spitzenkandidatin der AfD für den Bundestag.