Agentenmord vor Scotland Yard?

Agentenmord vor Scotland Yard?

Agentenmord mitten in London

Im Herzen von London ist ein mutmaßlicher Agent des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6 ermordet worden. Seine Leiche wurde in einer Wohnung im Stadtteil Pimlico entdeckt, nur wenige hundert Meter vom Hauptquartier des Geheimdienstes entfernt, teilte Scotland Yard mit.

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Die Wohnung habe einem "Kommunikationsexperten" gehört, der beim Regierungsgeheimdienst GCHQ angestellt und zum Auslandsgeheimdienst MI 6 abgeordnet war.

Eine offizielle Bestätigung, dass es sich bei dem etwa 30 Jahre alten Toten um einen Agenten handelt, gab es nicht. Die Regierung bestätige nie die Identität von Geheimdienstmitarbeitern, so ein Sprecher.

Die Leiche sei in einen Sack verpackt gewesen und habe bis zu zwei Wochen im Badezimmer der Wohnung gelegen, teilte die Polizei mit. Neben dem Toten seien ein Mobiltelefon und auf dem Boden verteilt mehrere SIM-Karten gefunden worden.

"Die Vorhänge waren oft zugezogen"

Eine gerichtsmedizinische Untersuchung soll nähere Erkenntnisse zur Todesursache bringen. Aus Sicherheitskreisen hieß es, die Wahrscheinlichkeit, dass der Tod mit einer möglichen geheimdienstlichen Tätigkeit des Mannes zusammenhängt, sei "eher gering". Doch kann man diesen Worten des Geheimdienstes trauen?

Angeblich hatten Anwohner die Polizei darauf aufmerksam gemacht, dass der stets nette und freundliche Nachbar seit längerem nicht mehr gesehen wurde. Als die Polizei die Tür aufbrach, fand sie die Leiche des Mannes. Bewohner des Hauses sagten, sie hätten den Mann sehr selten gesehen. "Die Vorhänge waren oft zugezogen", meinte eine Nachbarin.

Bildquelle: dpa bildfunk