Ahnungslose Frau twittert live über Verkehrsunfall – ihr Mann starb im Wrack!

Ahnungslose Frau twittert live über Verkehrsunfall – ihr Mann starb im Wrack!
"Er ist es. Er ist tot." - diese Tweets über einen Verkehrsunfall gehen unter die Haut. © AP/dpa, Screenshots Twitter

Dramatische Kurznachrichten schocken die Netz-Gemeinde

Diese Serie von Tweets beim Kurznachrichtendienst Twitter ist unendlich traurig: Die US-Amerikanerin Caran Johnson twittert live über einen schweren Verkehrsunfall – ohne zu wissen, dass ihr Mann in dem Wagen ums Leben gekommen ist. Der Familienvater hinterlässt neben der Frau auch zwei Kinder. Im Laufe des Nachmittags realisiert Caran, was passiert ist.

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Die Frau beobachtete in der Vergangenheit schon öfter aktuelle Meldungen der örtlichen Polizei in Vancouver im US-Bundesstaat Washington und kommentierte sie auf ihrem eigenen Twitter-Profil. So auch am Donnerstagnachmittag, als sie Meldungen zu einem schweren Unfall auf der Interstate 205 'retweetet', also an ihre Online-Freunde weiterleitet.

Zunächst regt sich Caran dabei über die gefährliche Verkehrssituation auf der Straße auf. "Ich hasse den Abschnitt. Zu viele Auf- und Abfahrten, zu viele Raser und zu wenig Spuren", ist ihr erster Tweet zu dem Unfall. Dann eine Nachricht an die Polizei: "@Col_cops: Dieser Unfall hört sich ja schlimm an." Und als bestätigt wird, dass ein Mensch ums Leben gekommen ist, schreibt Caran: "Oh mein Gott, das ist wirklich grauenhaft!!!"

Dann nimmt das Drama seinen Lauf: Als nächstes bemerkt die Frau, dass ihr Mann Craig auf derselben Straße unterwegs ist und nicht ans Telefon geht.

"Er ist spät dran"

Ahnungslose Frau twittert live über Verkehrsunfall – ihr Mann starb im Wrack!
Der dramatische Moment, in dem Caran realisiert, dass es ihr eigener Mann sein könnte. © Screenshot Twitter

"Ich versuche, keine Panik zu bekommen", schreibt Caran bei Twitter. Und dann nur wenige Worte: "Er ist spät dran…"

Auf Nachfragen von ihren Online-Freunden führt sie aus: "Er hat eine Freisprecheinrichtung, würde also ans Telefon gehen. Er hat sich nicht gut gefühlt, als er bei der Arbeit losgefahren ist, seine Kollegen waren besorgt, als er gegangen ist."

Die Situation für Caran muss schrecklich sein, sie bekommt keinerlei weitere Informationen. "Ich bin ein Nervenbündel", schreibt sie. Und während sie Panik bekommt, schreibt sie weiter: "Kann mir jemand sagen, ob es einen Stau auf der Strecke gibt?" und "Wie lange soll ich auf ihn warten, bevor ich die Polizei anrufe?"

Dann spricht Sie mit dem Notruf. "Ich habe ihnen das Kennzeichen durchgegeben und sie sagten, sie rufen mich zurück – was zum Teufel?", schreibt Caran bei Twitter. Und dann zeigt sich, wie schwierig die Lage bei ihr zu Hause erst noch wird: "Und jetzt sind meine Kinder aus der Schule gekommen…"

Drei Stunden passiert nichts – keine weiteren Nachrichten von Caran.

Dann nur vier grausame Worte: "It's him. He died" ("Er ist es. Er ist tot")

Die Polizei bestätigt später, dass der 47-Jährige Craig Johnson in seinem Hyundai ums Leben kam, nachdem er mit einem LKW zusammengestoßen war. Warum Craig auf die Gegenfahrbahn kam, ist noch nicht bekannt. Doch seine Frau Caran hatte früher bei Twitter berichtet, dass er an Epilepsie leide.

Besonders beeindruckend ist, dass Caran spät am Abend sich sogar noch einmal bei Twitter einloggte, um ihre besorgten 'Follower' anzusprechen: "Meine Jungs schlafen endlich. Ich fühle mich wie von einem Block Zement erschlagen." Und danach schreibt sie unter anderem: "Morgen kommt meine Familie zu uns. Es wird hart."


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