Anders Breivik organisiert im Gefängnis ein Nazi-Netzwerk

26.07.2012 | 12:10
anders breivik massenmörder norwegen rechtsradikale netzwerk Der Massenmörder von Norwegen, Anders Behring Breivik, schreibt im Gefängis Briefe mit Gleichgesinnten. Er will dort ein Netzwerk von Rechtsradikalen organisieren.

Den Großteil seiner Zeit schreibt er Briefe

Er hat 77 Menschen getötet, unter ihnen zahlreiche Jugendliche. Doch von Reue ist bei dem norwegischen Massenmörder Anders Behring Breivik nichts zu spüren. Im Gegenteil: Der 33-Jährige korrespondiert aus der Haft heraus mit Gleichgesinnten und will ein Netzwerk rechtsradikaler Gefängnisinsassen aufbauen.

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Breivik bringe einen Großteil der Zeit mit dem Beantworten von Briefen zu, berichtete die Osloer Zeitung 'VG' unter Berufung auf Breiviks Anwältin Vibeke Hein Bæra sowie den Gefängnischef Knut Bjarkeid.

Bjarkeid sagte 'VG', dass er seit längerem versucht habe, mit dem Justizministerium zu klären, ob die der Zensur unterliegenden Briefe Breiviks zulässig seien oder nicht. Über das Ergebnis wollte er sich nicht äußern.

Breivik wurde in anderes Gefängnis verlegt

Die als Vertreterin von Hinterbliebenen am Verfahren beteiligte Anwältin Mette Yvonne Larsen meinte ebenfalls in der Zeitung, sie empfinde die Brief-Aktivitäten als "extrem anstößig". Weiter sagte sie: "Breivik ist (...) ein zurechnungsfähiger, kalkulierender Terrorist, der Gewalt anwendet, um seine Propaganda zu verbreiten."

Der Islamhasser wurde Anfang der Woche aus Ila, wo ihm auch eine 'Büro-Zelle' zur Verfügung stand, in das Gefängnis Skien verlegt. Bei der Verkündung des Gerichtsurteils am 24. August gilt als entscheidende Frage, ob Breivik für zurechnungsfähig erklärt wird.

Bildquelle: dpa bildfunk