Anti-Maut: Belohnung statt Strafe

Niederlande: Neues Projekt

Nicht nur Deutschland, sondern auch unsere Nachbarn in den Niederlanden haben ein massives Verkehrsproblem. Es staut sich immens auf den Autobahnen. Um die Leute dazu zu bewegen, die Schnellstraßen zu den Stoßzeiten nicht mehr zu benutzen, setzen die Niederlande jetzt auf eine Art Anti-Maut. Dabei müssen die Fahrer kein Geld zahlen, sondern verdienen sogar ein bisschen, wenn sie bestimmte Strecken zu bestimmten Zeiten umgehen.

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Niederlande, Anti-Maut, S-Box
Versteckt hinter dem Armaturenbrett sitzt ein schwarzes Kästchen, das aussieht wie eine Festplatte.

"Spitsvrij" - in etwa übersetzt "Stoßzeit-frei" - heißt das Projekt, bei dem mittlerweile mehr als 5.000 Autofahrer mitmachen. Versteckt hinter dem Armaturenbrett sitzt ein schwarzes Kästchen, das aussieht wie eine Festplatte. Der Kasten heißt "S-Box" und wird zu Monatsbeginn automatisch mit einem Guthaben gefüllt. Jedes Mal aber, wenn das Fahrzeug mit der "S-Box" an Bord zur Hauptverkehrszeit auf den Autobahnen unterwegs ist, wird von diesem Betrag ein kleiner Teil abgezogen. Je weniger man also zu den Stoßzeiten fährt, desto mehr bleibt am Monatsende als Belohnung auf der "S-Box" übrig. Bis zu hundert Euro können die Autofahrer so verdienen.

Und die Idee scheint aufzugehen: Denn die Pendler verteilen sich über den Tag, Staus gehen spürbar zurück.