Apotheken-Räuber von Kugeln durchsiebt

Schuss in den Hals war tödlich

Der durch Polizei-Schüsse getötete Apotheken-Räuber von Köln ist von insgesamt fünf Kugeln getroffen worden. Dies ergab die Obduktion des Mannes, bei dem es sich um einen 42-jährigen Kölner handelt. Vier Schüsse trafen den Mann im linken Bein, ein Schuss in den Hals sei tödlich gewesen, berichtete der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Alfred Willwacher. Ob die Schüsse alle aus einer einzigen Polizeiwaffe abgegeben wurden oder ob mehrere Beamten auf den Flüchtenden schossen, sei noch unklar.

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Apotheken-Räuber von Kugeln durchsiebt
© dpa, Frank Fuchs

Am Montagnachmittag hatte der 42-Jährige eine Apotheke in Köln-Merheim betreten. Er trug eine Sonnenbrille und eine weiße Kappe. Mit vorgehaltener Pistole forderte er Bargeld und flüchtete schließlich mit mehreren Hundert Euro Beute. Die Angestellten alarmierten die Polizei.

Gaspistole sieht aus wie scharfe Schusswaffe

Schnell nahmen die Beamten die Verfolgung auf. Ihre mehrmalige Aufforderung, stehenzubleiben und die Pistole niederzulegen, ignorierte der Räuber. Auch Warnschüsse bewegten den Mann nicht zum Aufgeben. Stattdessen habe er mit seiner Waffe auf die Polizisten gezielt, berichteten Zeugen. Wie Staatsanwaltssprecher Willwacher mitteilte, habe es sich um eine Gaspistole gehandelt, die einer scharfen Schusswaffe täuschend ähnlich sah.

Eine Ermittlungskommission hat die Untersuchung des Falls übernommen. "Das ist wie ein großes Puzzle, bei dem jetzt nach und nach die Teile zusammengesetzt werden müssen", sagte eine Polizeisprecherin in Köln.