April Jones (5) wahrscheinlich tot - Verdächtiger steht unter Mordverdacht

Polizei-Seelsorger betreuen Aprils Familie

Der Fall der vermissten April Jones in Wales scheint ein tragisches Ende zu nehmen. Seit Montag suchen Polizei und dutzende Freiwillige in der Umgebung des kleinen Ortes Machynlleth vergeblich nach der Fünfjährigen. Jetzt gehen die Behörden davon aus, das Mädchen nicht mehr lebend zu finden. Der derzeit inhaftierte Verdächtige, Mark Bridger, steht nun offiziell unter Mordverdacht und bleibt weiter in Haft.

- Anzeige -
Mark Bridger, April Jones, Wales
Mark Bridger (Fahndungsfoto) steht unter dem Verdacht April ermordet zu haben. Gegen ihn wurde Anklage wegen Mordes erhoben. © Keith Morris / Splash News

Reg Bevan von der Polizei in Wales sagte bei einer Pressekonferenz: "Mark Bridger ist wegen des Verdachts April Jones ermordet zu haben, verhaftet worden. Er bleibt weiterhin im Gewahrsam der Polizei Aberystwyth, wo er weiter befragt wird." Bridgers Arrest ändere aber überhaupt nichts an den Bemühungen April zu finden, betonte Bevan.

Bei ihrer Suche geht die Polizei nur noch davon aus Aprils Körper zu finden, die Hoffnung, dass sie noch leben könnte, hat man aufgegeben. Ihre Familie sei über diese Entwicklung in Kenntnis gesetzt worden und werde nun von einem Polizei-Seelsorger betreut, sagte Bevan.

Bei der weiteren Suche sollen Freiwillige nicht mehr beteiligt werden. "Wir werden nun nur noch professionelle Teams einsetzen", so Bevan weiter. Am Donnerstag hatte die Polizei Einheimische zu Hilfe gerufen, die bei der Suche in der hügeligen Gegend helfen sollten.

April leidet an Kinderlähmung

Die Polizei geht davon aus, dass der 46-jährige Mark Bridger der Mörder von April ist - doch noch fehlen die Beweise für seine Schuld. Der Mann befindet sich aber in Polizeigewahrsam. Seit Tagen untersuchen Profiler der Polizei Bridgers Anwesen und ein Gästehaus, wo er kürzlich gearbeitet haben soll. Dort erhoffen sich die Ermittler Spuren zu finden, die Aufschluss über Aprils Aufenthaltsort liefern. Augenzeugen wollen gesehen haben, wie April am Montag in Bridgers blauen Landrover gestiegen war, danach wurde sie nicht mehr gesehen.

Zuvor hatte sich sogar der britische Premier David Cameron in den Fall eingeschaltet. In einem sehr persönlichen Aufruf im britischen Fernsehen bat er die Bevölkerung um Hinweise. "Fakt ist, dass sie (April) an Kinderlähmung leidet, das kenne ich von meinen eigenen Kinder, das macht es nur schlimmer. Hier ist mein Appell an alle: Wenn Sie irgendetwas wissen oder gehört haben, irgendeine Idee haben, die uns weiterbringt, melden Sie sich bei der Polizei."


- Anzeige -