Assad-Truppen belagern Rebellen-Stadt: Vier Kinder verhungert

Zweijährige Rana qualvoll verhungert

Die kleine Rana ist tot – verhungert, weil ihre Stadt von Baschar al-Assads Truppen belagert wird, um die Rebellen dort zur Aufgabe zu zwingen. Als das erst 18 Monate alte Mädchen starb, waren ihre Glieder ausgemergelt und ihr Bauch aufgebläht. Die Ärzte konnten ihr nicht mehr helfen. Und Rana ist nicht das einzige Kind in Moadhamiya, das einen qualvollen Hungertod sterben musste, berichtet das US-Magazin 'Time'. Neben zwei Erwachsenen fielen bereits vier Kinder der Belagerung zum Opfer.

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Weil Assads Truppen Moadhamiya belagern, starben dort bereits vier Kinder.
Bereits bei Protesten im letzten Jahr vor der syrischen Botschaft in London wurde Assad als "Baby-Killer" beschimpft.

So sollen in der Stadt nahe Damaskus Wasser und Strom abgestellt worden sein. Die Straßen seien gesperrt, die Telefonverbindungen gekappt, berichtet das Magazin. Die Menschen dort hätten nicht einmal mehr genug Brot. Benzin und Essen gelangen nur per Schmuggel in die Stadt. "Jede Mission nach Moadhamiya ist wie eine Selbstmord-Mission für uns", berichtet Oraba Idriss, Kommandeur der Maghaweer-Brigade, welche gegen die Belagerung kämpft. Bereits vier Männer hat er verloren. Trotzdem sei es die Opfer wert.

"Nichts hat Moadhamiya erreicht außer Bomben und Granaten"

"Hunderte, wenn nicht Tausende Zivilisten verhungern hier. Wenn wir nicht unser Leben für sie riskieren, sterben sie einfach", erklärt Idriss. Ein Sprecher des Moadhamiya Media Centers sagt, es sei alles noch viel schlimmer. "Nichts hat Moadhamiya erreicht außer Bomben und Granaten", so Qusai Zakarya zur 'Time'. "Außer dem Leben von Zivilisten verschwindet hier nichts." Nur in einem Punkt sind sich beide einig: "Es ist die Hölle auf Erden!"

Die Regierung hat die Belagerung indes soweit verschärft, dass die Angst wächst, durch das Aushungern könnten mehr Menschen sterben als durch die Chemiewaffen-Angriffe. Diese forderten vermutlich zwischen 400 und 1.400 Opfer. Wenn sich nichts ändert, wird es die Zahl der Opfer auf jeden Fall steigen. Wahrscheinlich sind es dann vor allem wieder die Kleinsten, die sterben müssen.


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