Attacke auf AfD-Chef Lucke: Vermummte stürmen Wahlkampfbühne in Bremen

Drei Festnahmen und 16 Verletzte

Schock für AfD-Chef Bernd Lucke: Acht Vermummte haben während eines Wahlkampfauftritts in Bremen die Bühne gestürmt und den Bundesvorsitzenden der Partei 'Alternative für Deutschland' zu Boden gestoßen. Mindestens einer der Männer, die vermutlich dem linksautonomen Lager angehören, soll ein Messer bei sich getragen haben. Ein herbeigeeilter Helfer wurde durch einen Stich leicht an der Hand verletzt.

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Attacke auf AfD-Chef Lucke: Vermummte stürmen Wahlkampfbühne in Bremen
Eine Gruppe vermummter Männer stürmte die Waldbühne im Bremer Bürgerpark und bedrohte AfD-Chef Bernd Lucke. © dpa, Kay Nietfeld

Die Polizei geht davon aus, dass sich bis zu 20 Angreifer "in den Büschen versteckt" hatten. Die acht Störenfriede auf der Bühne versprühten zudem Pfefferspray und Reizgas, mehr als ein Dutzend Personen klagte über Atemwegsverletzungen. Laut dem 'Weserkurier' riefen die Männer "Scheiß-Nazis", bevor sie die Bühne schnell verließen und flüchteten.

Beim Handgemenge auf der Bühne und bei der anschließenden Verfolgungsjagd wurden den Angaben zufolge 15 Personen durch Reizgas, ein AfD-Mitglied zudem durch einen Messerschnitt an der Hand verletzt. Drei Angreifer im Alter von 22, 25 und 27 Jahren wurden bei der Verfolgungsjagd, an der sich neben Polizisten auch Parteifreunde Luckes beteiligten, festgenommen. Gegen sie wird nun wegen schweren Landfriedensbruchs ermittelt.

Lucke "schockiert und empört"

Erst nach längerer Pause wurde die Veranstaltung unter massivem Polizeischutz fortgesetzt. Lucke, der seine Rede nach dem Angriff fortsetzte, zeigte sich nach Angaben seiner Partei "schockiert und empört": "Es ist eine unerträgliche Störung des demokratischen Wettbewerbs, dass Schlägertruppen wie seinerzeit in der Weimarer Republik friedliche Wahlkampfveranstaltungen der Alternative für Deutschland stören und dabei billigend in Kauf nehmen, Menschen zu verletzen."

Die eurokritische Partei hatte sich in den vergangenen Wochen mehrfach über massive Behinderungen im Wahlkampf beklagt. Im gesamten Bundesgebiet würden immer wieder Wahlplakate zerstört und es komme zu Übergriffen auf Wahlkampfhelfer, hieß es.


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