Autofahrer rast in Soldaten-Gruppe - sieben Verletzte

Zwei Soldaten schweben in Lebensgefahr

Tragödie in der Eifel: Ein Autofahrer ist im rheinland-pfälzischen Laubach in eine Gruppe von Bundeswehrsoldaten gefahren. Dabei wurden sieben Soldaten im Alter zwischen 19 und 27 Jahren verletzt, drei davon schwer.

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Nach Angaben der Bundeswehr trugen die Soldaten bei ihrem Nachtorientierungsmarsch Reflektoren. © dpa, Thomas Frey

Nach ersten Erkenntnissen habe der 42 Jahre alte Autofahrer die Gruppe vor ihm in der Dunkelheit zu spät gesehen. Die Soldaten trugen den Angaben zufolge Reflektoren. Laut Bundeswehr unternahmen sie einen sogenannten Nachtorientierungsmarsch. Dieser gehöre zur Ausbildung von Infanteriekräften der Luftwaffe, sagte ein Sprecher. Die Soldaten sind am Fliegerhorst Büchel stationiert.

Die 17-köpfige Marschkolonne soll nach Angaben eines Polizeisprechers in Zweierreihen auf der rechten Straßenseite unterwegs gewesen sein. Anders als bei Fußgängern sei diese Seite für eine Kolonne die richtige.

Ein Teil der Soldaten sei auf dem Grünstreifen gelaufen, der andere auf der Fahrbahn. Diese Soldaten seien von dem Auto angefahren worden. Die Verletzten kamen ins Krankenhaus. In dem Wagen saß den Angaben nach nur der 42-jährige Fahrer. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen möglicher fahrlässiger Körperverletzung.

Bei Laubach war es bereits vergangene Woche zu einem schweren Unfall gekommen: Ein Tornado-Kampfflugzeug der Bundeswehr war im Landeanflug auf Büchel nahe der Autobahn Koblenz-Daun (A 48) wenige Kilometer vor seinem Ziel abgestürzt. Die beiden Piloten konnten sich mit dem Schleudersitz retten.


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