Baby Giorgio (3 Monate) brutal misshandelt – 'Unsichtbarer Engel' will sich um ihn kümmern

Giorgio kann vielleicht nie mehr sehen und hören

Eine Gewalttat, die sprachlos macht: Der kleine Giorgio ist gerade einmal drei Monate alt und doch bereits für immer gezeichnet: Blutergüsse am ganzen Körper, gebrochene Gliedmaßen, Frakturen an Schädel und Nacken. Er wird wohl nie wieder sehen und hören können. Giorgio ist nicht sein richtiger Name, die Medien nennen ihn so, damit das Opfer eines derart widerlichen Verbrechens einen Namen hat. Keinen Namen hat hingegen der Mann, der dem Kind helfen will. Ihn nennt man schlicht den 'Unsichtbaren Engel'.

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Baby Giorgio (3 Monate) brutal misshandelt – 'Unsichtbarer Engel' will sich um ihn kümmern
Italien: Der kleine Giorgio wurde furchtbar misshandelt – der 'Unsichtbare Engel' hilft (Motivbild: Archiv). © dpa, Jens Büttner

Presseberichten zufolge hatten die Eltern den Kleinen in eine Kinderklinik in Palermo gebracht. Weil sie den Jungen möglicherweise schwer misshandelt haben, wird gegen sie nun wegen versuchten Mordes ermittelt.

Die Behörden suchen nach Adoptiveltern für Giorgio. Ein Mann hat sich bereits bei der Klinik gemeldet. Der Unbekannte, der nicht zum ersten Mal in Erscheinung tritt, wenn es Menschen schlecht geht. Die Öffentlichkeit weiß wenig von ihm, er ist wahrscheinlich ein Unternehmer aus Mailand. Man nennt ihn ehrfurchtsvoll 'Angelo invisibile' zu Deutsch 'Unsichtbarer Engel'.

Die Zeitung 'Corriere della Sera' zitiert den Chef des sizilianischen Kinderkrankenhauses: "Er hat mir gesagt, dass er ab heute für Giorgios Unterhalt sorgen wird, sein ganzes Leben lang. Er ist bereit, ihn nach Mailand zu holen." Außerdem wolle der Mann jeder Einrichtung, die sich des Jungen annehme, die nötigen Mittel für Reha und Therapien zur Verfügung stellen. "Er hat dafür praktisch einen Wettbewerb ausgerufen, das Beste für dieses Kind zu tun", sagte der Klinik-Leiter.

"Hunderte Millionäre könnten das Gleiche tun"

Der Unbekannte nennt sich selbst Andrea. Seine Identität hält er geheim, in Italien ist er eine Legende: Unzählige Male tauchte er vor der Haustür von Menschen auf, von deren Notlage er durch die Medien erfahren hatte. Er tilgte Schulden, besorgte Wohnungen und zahlte gleich noch die Miete, übernahm für verarmte Familien die Studiengebühren der Kinder. Den Eltern eines tunesischen Jungen half er nach dessen Knochenmarktransplantation finanziell wieder auf die Beine. Alles anonym.

Dem 'Corriere della Sera' sagte er einmal, er habe in der Welt der Banken gearbeitet. Seine Meinung ist klar: Es gebe Hunderte Manager mit Millioneneinkünften, die das Gleiche tun könnten. Ihm fehle es an nichts. "Ich habe meinen Kindern erklärt: Wer hat, der muss denen geben, die nichts haben." Eine schöne Geschichte, die einen noch mehr erfreuen könnte, wenn nicht das furchtbare Schicksal des kleinen Giorgio wäre.


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