Babyfund in Koffer: Mutter bestreitet Tötungsvorsatz

Baby in Koffer Hannover
"Es tut mir unendlich leid, wie ich mich anlässlich der Geburt meiner Tochter verhalten habe", ließ die Frau erklären.

"Ich war mir damals sicher, dass das Leben meines Babys nicht bedroht war"

Warum eine junge Frau ihre beiden Babys in einem Koffer versteckt hat, versucht das Landgericht Hannover jetzt zu klären. Der Lebensgefährte der 22-Jährigen hatte im Abstellraum der gemeinsamen Wohnung in Hannover die grausige Entdeckung gemacht. Im Koffer befanden sich ein wenige Tage altes lebendes Mädchen und eine skelettierte Babyleiche. Die angeklagte Mutter hat im Prozess jeden Tötungsvorsatz bestritten.

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Die Mutter ist wegen versuchten Totschlags angeklagt

"Ich war mir damals sicher, dass das Leben meines Babys nicht bedroht war", erklärte die 22-Jährige in einer von ihrem Verteidiger verlesenen Erklärung. Sie habe zu keinem Zeitpunkt in Kauf genommen, dass ihre Tochter sterben könne. Sie habe in dem in ihrer Wohnung gefundenen Koffer für ausreichend Wärme und Belüftung gesorgt. "Es tut mir unendlich leid, wie ich mich anlässlich der Geburt meiner Tochter verhalten habe", ließ die Frau erklären.

Sie ist unter anderem wegen versuchten Totschlags angeklagt, weil sie laut Staatsanwaltschaft den Tod des Babys billigend in Kauf nahm. Im Fall des toten Säuglings wurden die Ermittlungen eingestellt, weil nicht mehr zu klären war, ob das Baby im Januar 2015 tot zur Welt kam. Zu Prozessbeginn stand im Gericht als Beweismittel auch der Koffer, in dem die Kinder gefunden wurden.
Quelle: DPA


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