Babyleichen in Gießen gefunden - ist Jürgen F. der Vater?

Mutter unter Tötungsverdacht

Hat sie meine Kinder getötet? Diese Frage lässt Jürgen F. seit zwei Tagen nicht mehr los. Er hat im hessischen Langgöns bei Gießen im Haus seiner Ex-Frau drei Babyleichen entdeckt. Eigentlich wollte er nur seiner Schwägerin helfen, die ehemals gemeinsamen Wohnräume auszuräumen. Doch dann der grausame Fund: drei Babyleichen, in Handtücher gewickelt und in Camping-Kühlboxen aufbewahrt. Die Ex-Frau, Claudia F., steht unter Verdacht, die Neugeborenen getötet zu haben.

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Jürgen F. ist verzweifelt und entsetzt. Er bekommt die Bilder, den Moment, als er die toten Kinder entdeckt, nicht mehr aus seinem Kopf. Die Babyleichen lagen im Haus der Frau, mit der er Jahre zusammen war und sogar ein gemeinsames Kind hat.

Vor zwei Jahren trennten sie sich. Weil Claudia wegen Betrugs in Haft saß und Geldprobleme hatte, half der 52-Jährige seiner Schwägerin, das Haus auszuräumen. Im Keller fand er drei zugeklebte Kühlboxen, darin die Leichen. Jürgen F. hat inzwischen eine DNA-Probe abgegeben. Er wird bald wissen, ob er der Vater der toten Kinder ist.

Zustand der Leichen erschwert Ermittlungen

Claudia F. selbst bestreitet, ihre Kinder umgebracht zu haben. Bei den Babys habe es sich um Totgeburten gehandelt, so die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Gießen, Ute Sehlbach-Schellenberg. Ob diese Aussage der Wahrheit entspreche, werde noch geprüft. Bis dahin bleibe es dabei, dass gegen die Frau wegen des Anfangsverdachts eines dreifachen, vorsätzlichen Tötungsdeliktes ermittelt werden.

Gerichtsmediziner suchen derweil nach der Todesursache der drei Kinder, auch die Zeugenbefragungen sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch nicht abgeschlossen. Jürgen F. wurde ebenfalls befragt, dazu machte Sehlbach-Schellenberg aber keine Angaben.

Bei zwei der drei Säuglinge steht inzwischen fest, dass es Jungen waren. Wegen des stark verwesten Zustands der Leichen sind die Untersuchungen sehr schwierig.


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