Bahlsen-Erpresser hat ein Einsehen – 'Krümelmonster' will Edel-Keks zurückgeben

04.02.2013 | 19:47
Bahlsen, Hannover Der vergoldete Bahlsen-Keks könnte bald wieder die Außenfassade des Firmen-Gebäudes zieren.

"Weil der Werni den Keks so liebt“

Im Krimi um die Erpressung des Keksfabrikanten Bahlsen hat das 'Krümelmonster‘ offensichtlich ein Einsehen. In einem neuen Brief kündigte der mutmaßliche Dieb des Bahlsen-Wahrzeichens an, dem Unternehmen den vergoldeten Keks zurückzugeben.

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"Weil der Werni den Keks so lieb hat wie ich und der jetzt immer weint und den Keks ganz dolle vermisst geb ich den zurück!!!“, heißt es in dem Schreiben, das bei der 'Hannoverschen Allgemeinen Zeitung‘ einging. Firmenchef Werner M. Bahlsen hatte nach Auftauchen eines ersten Krümelmonster-Briefs eine Spende von 52.000 Kekspackungen in Aussicht gestellt, sollte das Kunstwerk wieder auftauchen. Der angebliche Krümelmonster-Dieb war bislang nicht auf das Angebot eingegangen.

Nachdem der erste Bekennerbrief des 'Krümelmonsters‘ auftauchte, macht der Keks-Klau auch international Schlagzeilen. Große US-Medien wie NBC und die 'Huffington Post' melden die Story auf ihren Internetseiten.

Bahlsen weiß nichts von zweitem Brief

Die Polizei ermittelt wegen Diebstahls und versuchter Erpressung. Immer noch sei unklar, ob die Briefe tatsächlich vom Dieb oder von einem Trittbrettfahrer stammten, sagte eine Sprecherin: "Natürlich wird jetzt auch der zweite Brief geprüft.“

Von Bahlsen gab es zu den neuesten Entwicklungen zunächst keine Stellungnahme. "Wir haben den Brief noch nicht bekommen“, sagte eine Unternehmenssprecherin. Bahlsen warte die Ermittlungen der Polizei ab.

Im Internet wird diskutiert, ob es sich bei dem Verschwinden des 20 Kilogramm schweren vergoldeten Gebäcks aus Bronze möglicherweise um eine geschickt eingefädelte Werbekampagne handelt. Firmenchef Werner M. Bahlsen bestreitet das vehement.

Bildquelle: dpa bildfunk