Banküberfall in Berlin: Polizei fahndet mit Phantombild von mutmaßlichem Tunnel-Räuber

Nach spektakulärem Raub mit 45-Meter-Tunnel

Nach dem spektakulären Banküberfall auf den Tresorraum der Volksbank in Berlin-Steglitz verfolgt die Polizei eine heiße Spur. Die Ermittler veröffentlichten ein Phantombild eines Mannes, der verdächtigt wird, an dem Einbruch mithilfe eines 45 Meter langen Tunnels beteiligt gewesen zu sein.

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Banküberfall in Berlin: Polizei fahndet mit Phantombild von mutmaßlichem Tunnel-Räuber
Dieser Mann wird verdächtigt, einer der Tunnel-Räuber von Berlin zu sein. © Polizei, unbekannt

Nach der Auswertung von Zeugenaussagen habe man das Fahndungsbild erstellen können – es handelt sich möglicherweise um einen der Täter, heißt es in der Mitteilung der Polizei. Der Mann soll 30 bis 40 Jahre alt und etwa 1,90 Meter groß sein. Zeugen beschrieben den Verdächtigen als stämmig und mit Bauchansatz. Die Ermittler hoffen jetzt auf Hinweise aus der Bevölkerung, falls jemand den Mann seit Februar 2012 im Tatbereich gesehen hat.

Der Überfall war am Montagmorgen bemerkt worden. Die Täter hatten – offenbar über Monate – einen 45 Meter langen Tunnel von einem abschließbaren Tiefgaragenstellplatz aus bis zum Tresorraum der Bank gegraben. Dort räumten sie etwa 200 von 1.600 Schließfächern aus und legten anschließend ein Feuer, um Spuren zu verwischen.

Polizei zeigt Öffentlichkeit den Tunnel

Banküberfall in Berlin
Die Täter gruben einen 45 Meter langen Tunnel in die Bank - auf ersten Bilder aus dem Bauwerk ist zu erkennen, wie professionell sie dabei vorgingen. © dpa, Paul Zinken

Die Polizei zeigte das Tunnelbauwerk jetzt erstmals der Öffentlichkeit. Eindrucksvoll ist selbst für den Laien zu erkennen, wie professionell die Täter den Tunnel errichtet haben.

Bei der Fahndung richtet die eingerichtete 'Sonderkommission Tunnel' jetzt neben dem Phantombild besonderes Augenmerk auf einen dunklen Kombi und einen hellen Transporter. Mittlerweile sind mehr als 60 Hinweise bei der SoKo eingegangen. Die Polizei hofft auf weitere Hinweise an jede Polizeidienststelle, telefonisch an (030) 4664-945 107 oder per Mail an lka451@polizei.berlin.de.