Bart-Transplantation: Hilfe gegen den Kahlschlag im Gesicht

15.05.2014 | 14:48
Bart-Transplantation Für einen volleren Bart legen sich immer mehr Männer unters Messer.

Ärztliche Hilfe gegen Flaum und Flusen am Kinn

Männlich, markant, provokant – ein Bart macht aus einem Mann einen richtigen Kerl. Oder, wie bei Conchita Wurst, eine Kunstfigur. Männer mit Bart gelten als sexy, als Abenteurer. In der Arbeitswelt der angepassten Glattrasierten bevorzugen Frauen den bärtigen unangepassten Holzfällertyp. Und wer ein richtiger Hipster sein will, der kommt um einen Bart sowieso nicht herum. Aber was tun, wenn im Gesicht partout gar nichts wachsen will außer ein paar Flusen, einem dünnen Flaum? Da hilft nur eines: ab unters Messer. Bart-Transplantation heißt das Zauberwort für gesichtshaarlose Männer.

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In der Schönheitschirurgie hat sich dank des Bart-Trends ein neues Geschäftsmodell aufgetan. Haarlosen Männern werden einfach Haare vom Hinterkopf, der Brust oder unterhalb des Kinns entnommen und dann im Gesicht eingesetzt. Kostenpunkt des Eingriffes: Mindestens 3.000 Euro. Und ganz so einfach ist dann doch nicht. Der Eingriff ist nämlich recht mühsam und dauert lange: Je nachdem, wie dicht der Bart werden soll, braucht man zwischen 7.000 und 15.000 Haaren. Pro Stunde schafft ein Chirurg etwa 100 Stück. Natürlich ist das Gesicht des bartlosen Patienten während der ganzen Zeit betäubt.

Der Trend ist jedoch nicht nur bei Hipstern beliebt, sagt Chirurg Edward Ball von der Londoner Ziering Clinic: "Wir haben viele Patienten aus dem Nahen Osten. Dort gilt ein Vollbart als wichtiges Symbol von Männlichkeit und Status." Und so erlebt der Bart, der früher Herrschern, Piraten und Philosophen vorbehalten war, nicht nur bei uns und den Hipstern eine Renaissance, sondern anscheinend weltweit.