Bayreuth: Wende in mysteriösem Mordfall - Holger E. gibt Küsse mit Peggy zu

Er hätte ein Motiv für den Mord

Hat die Polizei die ersehnte Spur im Fall der seit 13 Jahren spurlos verschwunden Peggy? Ein schon seit längerem verdächtigter Freund von Peggys Familie soll gestanden haben, die damals Neunjährige kurz vor ihrem Verschwinden sexuell missbraucht zu haben. Das berichtete der 'Nordbayerische Kurier'. Damit hätte Holger E. für die Ermittler ein Motiv.

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Er hätte ein Motiv für den Mord
Der Mordfall Peggy ist noch immer nicht aufgeklärt.

"Holger E. soll gesagt haben, dass es zu Zärtlichkeiten gekommen ist", berichtet RTL-Reporterin Michaela Johannsen aus Bayreuth. "Aus Angst vor einer Anzeige hätte Holger E. damit ein Motiv gehabt, die kleine Peggy zu töten." Laut Staatsanwaltschaft habe er bereits im Februar vergangenen Jahres bei einer Vernehmung von einem "Austausch von Zärtlichkeiten" mit der damals neun Jahre alten Schülerin berichtet, unter anderem von einen Kuss des kleinen Mädchens. Zu dem Kontakt soll es in den Osterferien 2001 gekommen sein.

Zeugen hatten laut der Zeitung berichtet, dass der damals 17-Jährige nach Peggys Verschwinden ein Amulett mit dem Bild des Mädchens trug, dazu Fotos von Peggy besaß.

Allerdings konnte er sich bislang sicher fühlen. Denn seit Jahren sitzt Ulvi K. wegen des angeblichen Mordes an Peggy in Haft. Am 10. April wird sein Verfahren vor dem Landgericht Bayreuth neu aufgerollt und Ulvi K. vermutlich freigesprochen. Vielleicht ist bis dahin Holger E. überführt. Er sitzt bereits im Gefängnis - wegen des Missbrauchs seiner zwei Jahre alten Tochter.

Peggy Knobloch war im Mai 2001 spurlos verschwunden, der Fall hatte bundesweit Aufsehen erregt. Groß angelegte Suchaktionen blieben ohne Ergebnis. Als Mörder wurde dann 2004 der geistig behinderte Ulvi K. verurteilt, doch immer wieder wurden Zweifel an seiner Schuld laut.