Berlin: Passanten halten mutmaßlichen U-Bahn-Schubser auf - für 20-Jährige kommt jede Rettung zu spät

Schreckenstat in Berlin - Polizei bittet um Hinweise
Schreckenstat in Berlin - Polizei bittet um Hinweise 20-Jährige vor U-Bahn gestoßen und getötet 00:01:16
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Mutige Zeugen halten mutmaßlichen U-Bahn-Schubster auf

Es ist ein erschütternder Vorfall auf einem U-Bahnhof in Berlin kurz vor Mitternacht. Ein 28 Jahre alter Mann schubst eine junge Frau gegen 23.40 Uhr offenbar absichtlich vor eine einfahrende U-Bahn in Berlin-Charlottenburg, wie Zeugen berichten. Die 20-Jährige wird am Ernst-Reuter-Platz von der Linie U2 überrollt. Noch vor Ort erliegt sie ihren schweren Verletzungen. Die wartenden Passanten können zwar nicht das Unglück verhindern, reagieren aber schnell. Denn sie halten mutig den Mann am Tatort fest, bis die alarmierte Polizei eintrifft.

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Berlin: Mann schubst 20-Jährige vor einfahrende U-Bahn
Auf einem Bahnsteig der U-Bahnstation Ernst-Reuter-Platz in Berlin ereignete sich in der Nacht ein tödlicher Zwischenfall: Die 20-Jährige erliegt noch am Tatort den schweren Verletzungen. © dpa, Paul Zinken

Bisher sind die Hintergründe des dramatischen Vorfalls nicht klar. Ein Polizeisprecher sagte der 'Berliner Morgenpost', dass ein Tötungsdelikt nicht ausgeschlossen werde. Nach ersten Erkenntnissen gehe man davon aus, dass sich das aus Berlin stammende Opfer und der mutmaßliche Täter nicht kannten.

Bei dem mutmaßlichen U-Bahn-Schubster soll es sich um einen in Hamburg geborenen Mann mit iranischen Wurzeln handeln. Seit 2002 ist er der Polizei bekannt. Er soll drogenabhängig sein und zurzeit keinen festen Wohnsitz haben, wie RTL-Reporter Christian Wilp berichtet.

Wegen der Ermittlungen wurde der Zugverkehr eingestellt. Nach Betriebsschluss um 1.10 Uhr wurden noch bis 3.15 Uhr Spuren gesichert, wie die 'Berliner Zeitung' berichtet.

Das Landeskriminalamt sucht Zeugen

Das Landeskriminalamt (LKA) hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Augenzeugen um Hinweise. Haben Sie etwas gesehen oder können Angaben zur Tat machen?

Dann melden Sie sich bei der 5. Mordkommission des Landeskriminalamtes unter der Telefonnummer (030) 4664 – 911 555 oder einer anderen Polizeidienststelle.


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