Berlin: Petr verlor Frau bei Attentat: „Ich musste meinem Sohn sagen, dass seine Mama tot ist!“

Berliner Mann verlor Ehefrau bei Attentat
Berliner Mann verlor Ehefrau bei Attentat Er sagte zu seinem Sohn: Deine Mama ist tot! 00:02:36
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„Er hat gesagt, dass sie nicht tot sein kann, weil er noch mit ihr reden will.“

Zwölf Menschen starben kurz vor Weihnachten beim Anschlag in Berlin auf dem Breitscheidplatz. Eines der Opfer: Nadja Cizmar. Nun sprach ihr Ehemann Petr mit RTL über den schweren Verlust. Und darüber, wie er seinem fünfjährigen Sohn erzählen musste, was passiert ist.

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Mehr als einen Monat liegt der schreckliche Terroranschlag in Berlin nun schon zurück. Anis Amri steuerte damals einen Lkw in den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz – und riss dabei zwölf Menschen mit in den Tod. Unter den Opfern: die 34-jährige Nadja Cizmar. Die Mutter eines fünfjährigen Sohnes wollte nur kurz auf den Weihnachtsmarkt, ein Betriebsausflug. Kurze Zeit später starb sie.

Nun sprach Petr Cizmar, der Mann von Nadja, mit RTL-Redakteuren über den schweren Verlust. Der Vater ist immer noch sichtlich mitgenommen. Er hatte noch kurz vor dem Tod seiner Frau mit ihr telefoniert: "Meine Frau hat mir gesagt, dass sie auflegen muss, weil sie noch zum Weihnachtsmarkt geht."

Vater und Sohn wollen Normalität zurück

Physiker Petr Cizmar war an dem Abend früh ins Bett gegangen. Vom fürchterlichen Terror-Anschlag bekam er zunächst gar nichts mit. Erst als Freunde nachfragten, ob bei ihnen alles in Ordnung sei und er seine Frau nicht erreichen konnte, ahnte der Physiker Schlimmes. Erst zwei Tage später bekommt der Tscheche dann die fürchterliche Bestätigung: Seine Frau, mit der er gemeinsam den fünfjährigen Sohn David hat, ist tot.

Petr Cizmar steht anschließend vor quälenden Fragen: Wie soll er seinem Sohn erklären, was passiert ist? Der Physiker entscheidet sich für die direkte Variante: "Ich habe ihm sofort gesagt, was passiert ist. Dass seine Mama tot ist. Er hat gesagt, dass sie nicht tot sein kann, weil er noch mit ihr reden will." Nun versuchen Vater und Sohn irgendwie Normalität in ihren Alltag zu bekommen. Aus ihrer Wohnung wollen sie jetzt erst einmal ausziehen – alles hier erinnert sie an ihre geliebte Mutter Nadja.