Berlin und Borghorst: Sechs Tote bei Familiendramen

Münsterland: Tod durch Kohlenmonoxid?

Gleich zwei Familiendramen mit insgesamt sechs Toten beschäftigen in diesen Stunden die Polizei: In Berlin soll ein Mann seine Lebensgefährtin und deren Sohn getötet haben, bevor er von einem Hochhaus sprang. In Nordrhein-Westfalen gibt der Fund drei toter Kinder Rätsel auf.

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Familiendrama
Gleich zwei Familiendramen beschäftigen in diesen Stunden die Polizei.

Gerade einmal drei, vier und elf Jahre alt waren diese. Sie wurden in ihrem Elternhaus in Steinfurt-Borghorst im Münsterland tot aufgefunden und sind nach Erkenntnissen der Ermittler Opfer einer Verzweiflungstat der Mutter geworden.

Gegen die 39-Jährige werde Haftbefehl wegen dreifachen Mordes beantragt, teilte die Staatsanwaltschaft in Münster mit. Die Kinder seien an einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben. Das habe die Obduktion ergeben. Ein Verwandter hatte am Montag in Steinfurt die Frau und ihre drei Kinder im Elternschlafzimmer entdeckt. Die Frau konnte wiederbelebt werden. Sie hatte einen Abschiedsbrief geschrieben und im Flur auf einem Zettel vor Kohlenmonoxid gewarnt. Im Schlafzimmer standen zwei Holzkohlegrills.

Berlin: Verdächtiger springt in den Tod

Im Berliner Stadtteil Friedrichsfelde hat eine Frau die Leichen ihrer 41-jährigen Tochter und ihres zehn Jahre alten Enkels entdeckt, nachdem sie tagelang keinen Kontakt hatten. "Wir gehen davon aus, dass sie schon länger tot sind", so Ermittler Michael Maaß.

Wie und warum sie ums Leben kamen, ist nicht abschließend geklärt. Aber die Polizei hat bereits einen Tatverdächtigen: Der Lebensgefährte soll seine Freundin bereits vor mehreren Tagen erschlagen und den Jungen erdrosselt haben. Der 46-Jährige sprang am Montagabend aus dem Hochhaus in den Tod, als die Mutter der Frau die Leichen entdeckte. Wie ein Polizeisprecher berichtete, lag in der Wohnung ein Abschiedsbrief des Mannes, in dem er sich zu den Taten äußerte. Näheres zum Inhalt und zu den Motiven des Mannes gaben die Ermittler nicht bekannt.