Berliner Grundschule: Schülern nach ihrer Herkunft in Klassen eingeteilt

Klassen, in denen nur deutsche Schüler sitzen

Eine Grundschule mitten in Berlin sorgt für großes Entsetzen bei den Eltern der Schüler: Der Direktorin der Schule wird Rassismus und Diskriminierung vorgeworfen. Sie würde absichtlich die Kinder nach ihrer ethnischen Herkunft auf die Klassen aufteilen. Demnach gibt es Klassen mit nur deutschen Schülern und Klassen, in denen ausschließlich Kinder mit Migrations-Hintergrund untergebracht sind.

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Berliner Schule: Schüler werden nach ihrer ethnischen Herkunft auf die Klassen aufgeteilt. (Motivbild) © dpa, Franziska Kraufmann

Die Eltern an der Lenau-Grundschule sind außer sich vor Wut. Nicht nur ausländische Mütter und Väter verstehen die ethnische Trennung der Jungs und Mädchen nicht. Allerdings ist der Ärger bei ihnen natürlich umso größer. "Und das, wo in Deutschland immer von Integration gesprochen wird", sagte eine Mutter der 'Berliner Zeitung'.

Eltern konnten Klassenaufteilung mitbestimmen

Die Schulleiterin begründete die Klassen-Trennung damit, dass vor drei Jahren kaum noch deutsche Kinder auf die Lenau-Grundschule gingen. Die Eltern hätten ihre Sprösslinge von der Schule genommen, weil ihnen die Durchmischung in den Klassen nicht mehr zugesagt habe. Die Schule sei kurz vor der Schließung gewesen.

Nachdem dann sämtliche Versuche zur Image-Verbesserung nicht geholfen hätten, habe die Direktorin keine andere Möglichkeit gesehen. Sie habe den Eltern angeboten, selbst bei der Belegung der Klassen mitzubestimmen. Die Zahl der deutschen Kinder sei ab 2010 dann wieder stetig gestiegen. 2012 sei dann die erste Klasse mit 25 ausschließlich deutschen Kindern eingerichtet worden. "Die Bedingung aller Eltern war, dass die Kinder alle in dieselbe Klasse gehen", gab Klawuhn der 'Berliner Zeitung' an.

Nun soll ein Konzept entwickelt werden, dass die Trennung überwindet und die Schüler mit unterschiedlicher Herkunft wieder zusammenführt. Verschiede Projekte und Feiern sollen dabei helfen.