Berliner Tunnel-Coup und Tod von Dirk Bach: Polizei sucht Hilfe bei Medien

Polizei sucht Hilfe bei Medien

Als Comedian Dirk Bach am 1. Oktober 2012 überraschend verstarb, war die Trauer in ganz Deutschland groß. Jetzt könnte der beliebte Entertainer der Polizei posthum zur Seite stehen: Denn bei der Fahndung nach den Berlinern Tunnelgangstern erhofft sich die Polizei Anhaltspunkte durch Kamerabilder von Journalisten, die damals über den Tod von Bach berichtetet haben.

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Die Täter hatten von einer angrenzenden Tiefgarage aus einen über 40 Meter langen Tunnel in den Tresorraum des Geldinstituts gegraben. © REUTERS, FABRIZIO BENSCH

Die Ermittler bitten Medienvertreter um Unterstützung, die Anfang Oktober in der Nähe der Volksbank filmten, die später von Tresorknackern untertunnelt und geplündert wurde. Gegenüber der Bank liegt das Schlossparktheater. Am 1. und 2. Oktober 2012 hatten dort viele Journalisten nach der Nachricht vom Tod von Bach berichtet. Die Fahnder des Landeskriminalamts vermuten, dass die Täter beziehungsweise deren Fahrzeuge zu dem Zeitpunkt in einer benachbarten Tiefgarage waren. Möglicherweise seien sie gefilmt oder fotografiert worden.

Von der Tiefgarage aus hatten die Täter einen 45 Meter langen Tunnel zum Tresorraum gegraben. In der Nacht zum 14. Januar hatten die Einbrecher mehr als 300 Schließfächer aufgebrochen.