Berüchtigtes Roma-Haus in Duisburg: Das große Aufräumen

Beim großen Neuanfang helfen alle mit

Es war ein Ort, an dem die Müllberge wuchsen und sich die Ratten tummelten. Aber das soll nie wieder so sein. Die Verein "Bürger für Bürger" und "Stimme der Migranten" haben sich dem berühmt-berüchtigten Roma-Haus in Duisburg angenommen, wollen etwas bewegen. Nie wieder soll die Situation eskalieren, nie wieder sollen Rechte und Linke das Haus für ihre Propaganda missbrauchen können. Alle räumen zusammen auf, wollen einen Neuanfang. RTL-Wahlreporter Sascha Szebel war dabei.

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Die Bewohner des berüchtigten Roma-Hauses in Duisburg wollen sich ändern.
RTL-Wahlreporter Sascha Szebel (rechts) mit Rolf Karling vom Verein "Bürger für Bürger" (links).

Einfach ist das nicht. Die Nachbarn stehen hinter den Roma, aber die Situation war oft unerträglich. Den Lärm, den Dreck waren sie in diesem bürgerlichen Umfeld nicht gewohnt. Jetzt erklären die Vereine den Bewohnern, dass es gepflegt sein muss und die Nachtruhe eingehalten werden soll. Die Roma kennen das nicht, lebten zuvor oft unter katastrophalen Zuständen, hatten Probleme mit dem Gesetz.

Eine Prüfung für die Gesellschaft

Deutschland ist für sie das Paradies. Sie kommen nicht mehr als Asylbewerber, sondern als EU-Bürger. Als diese haben sie das Recht zu wohnen, wo sie möchten und bekommen zwanzig Mal so viel Kindergeld wie in ihrer Heimat. Ab 2014 dürfen sie dann ganz legal hier arbeiten - oder auch Hartz 4 beziehen. Es ist eine Prüfung für die Gesellschaft. Aber die Roma wollen sich ändern. Sie lernen, dass es Regeln gibt und alle sind gewillt, sich an diese zu halten.

Gemeinsam wird der Hof gekehrt, Müll aufgesammelt, Hecken geschnitten. Es soll schön werden, soll den Nachbarn gefallen. Sie wollen zeigen, dass sie auch anders können. Ihr Heim soll nicht mehr "Problemhaus", sondern "schönes Haus" heißen. Weil die Politik mit dem Massenansturm überfordert ist, versuchen sie sich selbst zu helfen, haben sie eine Nachhilfegruppe für Kinder eingerichtet, um deren Deutschkenntnisse zu verbessern. Sie sind noch nicht am Ziel, aber der Anfang ist gemacht. Wahl-Reporter Sascha Szebel war vor Ort und hat mit den Bewohnern gesprochen.