Berufsverbot für Arzt der „Octomom“?

Der Mediziner Michael Kamrava hatte der Kalifornierin Nadya Suleman vor einem Jahr mit künstlicher Befruchtung zu Achtlingen verholfen. Jetzt droht ihm das Berufsverbot. Der Vorwurf des staatlichen Gesundheitsausschusses: grobe Fahrlässigkeit.

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Berufsverbot für Arzt der „Octomom“?
© Splash News

Suleman war zum Zeitpunkt der künstlichen Befruchtung alleinstehend, arbeitslos und bereits sechsfache Mutter. Die Gesundheitsbehörde wirft Kamrava vor, er habe die Mutter nicht ausreichend psychologisch untersucht. Die Zahl der produzierten Embryonen überschreite zudem "jedes vernünftige Maß eines Arztes“. Der Mediziner betreibt eine Fruchtbarkeitsklinik in Beverly Hills. Suleman war elf Jahre lang in seiner Behandlung und brachte während dieser Zeit 14 Kinder zur Welt. Die Achtlingsgeburt der amerikanischen "Octomom“ im Januar 2009 schien zunächst wie eine Sensation. Schließlich jedoch wuchs die Empörung über die Arbeit des skrupellosen Arztes.

Eingriff in Deutschland verboten

In Deutschland dürfen Ärzte einer Frau höchstens drei Embryonen pro Zyklus einsetzen. In den USA gibt es diesbezüglich keine Beschränkungen. Fruchtbarkeitsexperten warnen wegen der Risiken einer Mehrlingsgeburt vor dem Einpflanzen einer hohen Zahl von Embryonen. Der Anwalt des Mediziners verteidigte seinen Mandanten: Er sei lediglich den Wünschen seiner Patientin nachgekommen. Wenn die Vorwürfe bestätigt werden, könnte Kamrava Berufsverbot erhalten.