Bestechung und Bestechlichkeit: Viel schärfere Vorwürfe gegen Wulff?

09.04.2013 | 16:02
Wulff schärfere Vorwürfe Bestechung und Bestechlichkeit Gegen Ex-Bundespräsident Wulff und den Filmunternehmer Groenewold wird nun angeblich wegen um Bestechung und Bestechlichkeit ermittelt.

Es soll um Bestechung und Bestechlichkeit gehen

Die Staatsanwaltschaft Hannover hat ihre Vorwürfe gegen Ex-Bundespräsident Christian Wulff und den Filmunternehmer David Groenewold laut 'Focus' verschärft. Inzwischen gehe es um Bestechung und Bestechlichkeit, nicht mehr um Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung, schreibt das Nachrichtenmagazin.

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Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover, Hans-Jürgen Lendeckel, wollte den Bericht nicht kommentieren. Auch Wulffs Rechtsanwalt Gernot Lehr sagte: "Wir äußern uns weiterhin mit keinem Wort zum Ermittlungsverfahren."

Zwei Ex-Mitarbeiter belasten Wulff offenbar

Laut 'Focus' äußerte sich der ehemalige Bundespräsident am 25. Februar erstmals über seine Anwälte gegenüber der Staatsanwaltschaft. Demnach wies er in einer 14-seitigen Stellungnahme alle Vorwürfe zurück und forderte eine Einstellung des Verfahrens.

Die Ermittler werfen Wulff vor, er habe sich 2008 von Groenewold einen Teil der Übernachtungskosten im Münchner Hotel 'Bayerischer Hof' bezahlen lassen. Im Gegenzug soll der damalige niedersächsische Ministerpräsident versucht haben, den Siemens-Konzern für den Groenewold-Film 'John Rabe' als Sponsor zu gewinnen. In neuen Zeugenaussagen würden zwei Mitarbeiter der Staatskanzlei ihren ehemaligen Chef Wulff belasten, heißt es in dem Magazin.