Bestwert seit 2009: Schwarz-Gelb liegt mit 47 Prozent wieder vorn

"Exzellente" Ausgangslage für Union

Es ist der beste Wert für Schwarz-Gelb seit mehr als drei Jahren: Knapp ein halbes Jahr vor der Bundestagswahl verfügen Union und FDP mit 47 Prozent über eine klare Mehrheit. Für den Wahltrend von RTL und ‘Stern‘ befragte Forsa 2002 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger vom 2. bis 5. April 2013.

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RTL-Forsa-Umfrage
Kanzlerin Angela Merkel hat allen Grund zur Freude: Bei einer Direktwahl würden sich 57 Prozent für sie entscheiden. © dpa, Fredrik von Erichsen

Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, würden laut Umfrage für die Union 41 Prozent stimmen, für die FDP sechs Prozent, für die SPD 23 Prozent, für die Grünen 14 Prozent und für die Linkspartei neun Prozent. Die Piratenpartei würde mit drei Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

Schwarz-Gelb liegt damit vor SPD, Grünen und Linkspartei, die zusammen auf 46 Prozent kommen. Die Meinungsforscher von Forsa sehen den Grund dafür vor allem in der Schwäche der SPD und ihres Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück. "Eine Fortsetzung der Koalition scheint nun möglich, woran man lange zweifelte", sagte Forsa-Chef Manfred Güllner dem 'Stern'. Die Ausgangslage vor der Bundestagswahl am 22. September sei für die Union und Kanzlerin Angela Merkel exzellent. "Hätte die SPD einen charismatischen Kanzlerkandidaten, würde auch bei Merkel manches kritischer gesehen." Doch so genieße Merkel noch immer hohes Ansehen. "Die Leute haben das Gefühl, bei ihr in Krisenzeiten gut aufgehoben zu sein", sagte Güllner.

Steinbrück als Kanzler geeignet?

Ähnlich schlecht wie die Werte für die SPD sind auch die ihres Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück: Laut der Umfrage würden ihn nur 19 Prozent der Deutschen bei einer Direktwahl zum Kanzler küren. 57 Prozent würden sich für Bundeskanzlerin Angela Merkel entscheiden. Viele Bundesbürger bezweifeln offenbar, dass Steinbrück als Kanzler geeignet ist. Nur 34 Prozent halten ihn einer weiteren Umfrage für den 'Stern' zufolge für vertrauenswürdig. 32 Prozent für sympathisch und nur 24 Prozent glauben, Steinbrück sei diplomatisch genug. 49 Prozent attestieren Steinbrück Führungsstärke. Allerdings denkt nicht einmal jeder Zweite (48 Prozent), dass Steinbrück zur SPD passt.


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