Biker stirbt nach Ölflaschen-Anschlag

Serientäter im Allgäu?

Bei schönstem Frühlingswetter wollte Josef Deniffel die Motorradsaison eröffnen. Doch der 37-jährige Familienvater aus dem Allgäu kam von der Ausfahrt nicht zurück. Er rutschte auf einer Ölspur aus und starb noch an der Unfallstelle.

Wenn es tatsächlich Absicht war, und das vermutet die Polizei, dann muss ein Täter in Bayern Motorradfahrer unglaublich hassen. An elf Stellen sind im Allgäu Öl-Lachen auf Straßen entdeckt worden. Die Ölflecken sind in der gesamten Region rund um Markt Rettenbach verteilt gewesen.

Weil an jeder dieser Stellen auch Flaschen-Scherben lagen, vermuten die Ermittler Anschläge. Zuvor waren die Beamten noch von einem tragischen Unfall ausgegangen. "Zwischenzeitlich kann gesagt werden, dass diese Öllachen, die an Streckenabschnitten im südlichen Unterallgäu gefunden wurden, auf mutwillige, beziehungsweise vorsätzliche Ursache zurückgehen", sagt Christian Owsinski von der Polizei in Kempten.

Das Öl wird jetzt von Spezialisten des Landeskriminalamtes untersucht. Steckt tatsächlich Absicht hinter den Attacken, so drohen dem oder den Tätern bis zu fünf Jahre Haft. Beamte fahren vermehrt Streife entlang der Motorradstrecken im Allgäu, damit nach dem tragischen Tod von Josef D. nicht weitere Biker gefährdet werden.