Bis zu minus 10 Grad - als Tageshöchstwert!

Der Rekordwinter macht ernst. In dieser Woche muss mit bis zu minus 10 Grad gerechnet werden. Der Rekordwinter macht ernst. In dieser Woche muss mit bis zu minus 10 Grad gerechnet werden.

Wintereinbruch bis ins Flachland

Jetzt gibt der Winter richtig Gas: Erst schickt er uns Schnee und dann auch noch extrem kalte Polarluft. Bis ins Flachland muss deshalb mit jeder Menge Schnee und zusätzlich mit Extremfrost gerechnet werden. "Ab Mitte der Woche sinken die Werte in den Mittelgebirgstälern in der Nacht auf unter minus 20 Grad. Aber auch in den Großstädten sinken die Temperaturen nachts auf zweistellige Minusgrade“ prognostiziert wetter.de-Meteorologe Oliver Hantke.

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Der Extremfrost werde bis zum Ende der Woche anhalten, sodass im Osten am Tage kaum mehr als minus 10 Grad erreicht werden. Selbst im wärmeren Westen steigen die Höchstwerte kaum in die Nähe des Gefrierpunktes. "Erst am Wochenende wird es spürbar milder“, so Hantke. Doch mit den höheren Temperaturen droht ab Sonntag die nächste Gefahr: Glatteisregen.

Glätte: Behinderungen, Unfälle und Todesopfer

Bundesweit krachte es gestern nach heftigen Schneefällen tausende Male. Auch in der Nacht zum Dienstag kam es in Deutschland zu zahlreichen Unfällen.

Auf der A7 bei Würzburg stürzte ein mit rund hundert Schweinen beladener Viehtransporter um. Der Fahrer wurde dabei schwer verletzt. Einige der Schweine konnten durch die beschädigte Bordwand fliehen und rannten über die Autobahn. Die Feuerwehr sperrte die Autobahn in beide Richtungen für mehrere Stunden.

Auch auf der A38 kam es bei zwischen Sangerhausen und Allstedt in Sachsen-Anhalt zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein 30 Tonnen schwerer LKW geriet hier ins Schleudern durchbrach die Mittelleitplanke und stellte sich quer zur Fahrbahn. Ein LKW und ein Geländewagen konnten nicht mehr rechtzeitig ausweichen und krachten in das Fahrzeug. Zwei der Fahrer wurden schwer verletzt.

Der Münchner Flughafen strich etwa 170 Flüge. Weil die Start- und Landebahnen geräumt wurden, stand nur eine von beiden zur Verfügung. Am Flughafen Frankfurt fielen bis rund 200 Flüge aus.

In Limburg an der Lahn kam beim Zusammenstoß zweier Linienbusse ein Busfahrer ums Leben. Zehn Menschen wurden verletzt, darunter Kinder und Jugendliche.

Auch im Nachbarland Frankreich hat der Winter die Menschen voll im Griff. Hier starben bereits zwei Obdachlose an Kälte. Ebenso meldet Polen drei Kältetote im Norden des Landes.

Andernorts in Europa konnte man im Bikini am Strand liegen: In Bulgarien war es geradezu heiß für die Jahreszeit. Auf bis zu 23 Grad stiegen die Temperaturen in der Donaustadt Russe und an der Schwarzmeerküste. Allerdings stürmte es am Montag heftig. Tausende Haushalte waren in der Region Sofia zeitweise ohne Strom, weil Leitungen gerissen waren.

Bildquelle: dpa bildfunk