Bizarr: Entführer wollte Kampusch heiraten

Unglaubliche Enthüllungen

Offenbar wollte Wolfgang Proklopil, der Entführer von Natascha Kampusch, sein Opfer heiraten.

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Natascha Kampusch und ihr Entführer Wolfgang Priklopil.
Natascha Kampusch und ihr Entführer Wolfgang Priklopil.

Wie das österreichische Nachrichtenmagazin 'News' aus einem Vernehmungsprotokoll von Ernst H., einem Freund des Kidnappers Wolfgang Priklopil, zitiert, soll Priklopil seine "krumme Nase" als Motiv für die Entführung genannt haben. Er sei schon als Jugendlicher unglücklich gewesen, weil sich nie ein Mädchen in ihn verliebt habe.

Ernst H. hatte seinen Freund nach Kampuschs Flucht am 23. August 2006 getroffen und in sein Auto einsteigen lassen. Dort soll Priklopil kurz vor seinem Selbstmord eine Art "Lebensbeichte" abgelegt haben. Ernst H. muss sich am 30. August wegen "Begünstigung" vor Gericht verantworten, da er seinen Freund vor der Verfolgung der Polizei geschützt habe.

Bunker statt Nasen-OP

Bei dem Treffen soll Priklopil gesagt haben, er habe Mitte der 90er Jahre darüber nachzudenken begonnen, "sich unters Messer zu legen". Die Kosten für die Schönheitsoperation habe er dann aber "lieber in den Bau eines Bunkers investiert" - mit dem Ziel, "ein weibliches Wesen zu entführen und in Gefangenschaft zu seiner Traumpartnerin zu machen".

Die Wahl sei auf ein Kind gefallen, weil der Täter "nur ein unberührtes Mädchen" haben wollte, heißt es weiter. Priklopil soll Ernst H. zufolge bereits dabei gewesen sein, die "Beziehung" zu Kampusch mit Hilfe gefälschter Dokumente zu "legalisieren", um sein Opfer "ganz offiziell" zu heiraten.

Die heute 22-jährige Kampusch war von Priklopil achteinhalb Jahre in einem Kellerverlies im niederösterreichischen Strasshof gefangen gehalten worden. Nach ihrer Flucht und dem Treffen mit Ernst H. sprang der Kidnapper vor einen Zug.