Blackout bei WhatsApp: User verspotten 19-Milliarden-Dollar-Dienst

"An Zuckerbergs Stelle würde ich WhatsApp zurückgeben"

Wegen Server-Problemen ging bei dem Messenger-Dienst WhatsApp gleich mehrere Stunden nichts mehr. Der Grund waren offenbar Server-Probleme. Nach dem Ausfall hagelte es Häme und Spott für das Unternehmen.

- Anzeige -
Stundenlanger Ausfall von WhatsApp
Nichts ging mehr: WhatsApp war gleich für mehrere Stunden lahm gelegt. © dpa, Jens Kalaene

Es beginnt am Samstagabend gegen 19:30 Uhr: Bei WhatsApp geht nichts mehr – Blackout. Drei Tage nach der Verkündung des milliardenschweren Verkaufs an Facebook ist WhatsApp gleich für mehrere Stunden ausgefallen. Es gebe "Server-Probleme", teilte das Unternehmen auf Twitter mit. Details wurden nicht genannt. Erst kurz vor Mitternacht die Nachricht, der Dienst funktioniere wieder. Videos und Fotos konnten allerding bis in die frühen Morgenstunden nicht verschickt werden. "Der Ausfall tut uns leid", so das Unternehmen.

Die Nutzer der beliebten Smartphone-App zum Austausch von kurzen Mitteilungen quittierten die technische Panne mit einer Mischung aus Frustration und Galgenhumor. "An Zuckerbergs Stelle würde ich WhatsApp zurückgeben. Einen Tag und schon kaputt gespielt", twittert ein User. "Eure WhatsApp-Daten werden gerade auf die Facebookserver übertragen, also kein Grund zur Sorge", scherzt Nutzer Redwyne.

Auch auf die Datenschutzbedenken nach dem 19-Milliarden-Dollar-Kauf nehmen die Nutzer Bezug. Ein User twitterte: "EILMELDUNG: Die NSA konnte ihr Spionageprogramm erfolgreich installieren. Es hat nur wenige Stunden gedauert." "Bitte haben Sie ein wenig Geduld, wir erfassen momentan alle ihre Telefondaten, das belastet den Server. Ihr Facebook-Team", spottete ein anderer User via Twitter.

Ausfälle von WhatsApp kamen allerdings auch schon vor dem Verkauf an Facebook immer wieder vor. Das Unternehmen führt auf seinem offiziellen Status-Account auf Twitter sieben Pannen alleine für das vergangene Jahr auf.

Datenschutzbedenken nach Verkauf an Facebook

Erst am Mittwoch hatte Facebook den Kauf des Rivalen WhatsApp für insgesamt 19 Milliarden Dollar verkündet, umgerechnet fast 14 Milliarden Euro. Es ist der teuerste Zukauf in seiner zehnjährigen Geschichte. Das Geschäft hatte insbesondere in Deutschland Bedenken um den Datenschutz ausgelöst und so manchen Nutzer zum Umstieg auf einen anderen Messengerdienst veranlasst.

Mit dem rasant wachsenden Mitteilungsdienst will Facebook wieder stärker bei jüngeren Menschen punkten. Facebook-Chef Mark Zuckerberg hofft, dass der Dienst die Milliardenmarke durchbricht - womit er auch den hohen Kaufpreis begründet hatte. WhatsApp wurde vor fünf Jahren gegründet und hat weltweit rund 450 Millionen Nutzer. Täglich kommen eine Million hinzu.


- Anzeige -