Blitz-Drama am Vatertag: Menschen in die Luft geschleudert

Dutzende Verletzte auf Festwiese

Nach dem Blitzeinschlag auf einer Vatertags-Festwiese in Dabel in Mecklenburg-Vorpommern liegen noch einige Schwerverletze im Krankenhaus. In Lebensgefahr schwebt aber niemand. Bei dem Einschlag des Blitzes waren insgesamt 39 Besucher des Festes verletzt worden, darunter neun Kinder. Die meisten von ihnen wurden nach 24-stündiger Beobachtung wieder gesund entlassen.

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Blitz-Drama am Vatertag: Menschen in die Luft geschleudert
Hier schlug der Blitz ein - neben der Birke steht ein Stromkasten, der die Wirkung verstärkte. © dpa, Jens Büttner

Wie dramatisch die Momente wirklich waren, wurde deutlich, als die Polizei nach dem Unglück Bilanz zog. Etliche der 500 Besucher wurden demnach von dem Blitz durch die Luft geschleudert, erlitten Brandverletzungen und Schocks.

Unter denen, die der Blitz traf, war auch die 15-jährige Julia. "Auf einmal hat es 'Boom' gemacht und der Boden hat vibriert", berichtet der Teenager. "Wir haben dann nach den Menschen geguckt und auf einmal lagen die da." Erst danach realisiert die junge Frau, dass auch sie selbst vom Blitz getroffen wurde.

Der Blitz war in eine Birke eingeschlagen. Über die nasse Wiese breitete sich die Energie aus, viele Festbesucher erlitten einen Stromschlag. Das große Pech der Menschen, die hier Vatertag feierten: Unmittelbar neben der Birke steht ein Stromverteiler-Kasten. Die Polizei vermutet, dass der Blitz darauf übergesprungen ist, was die Wirkung noch verstärkte. Unregelmäßigkeiten an dem Kasten konnten die Beamten nach dem Einschlag nicht feststellen.


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