Blutbad in Belgien: Mutter und drei Kinder tot

“Ich rief, aber niemand antwortete“

Blutbad in Belgien: Ein Familienvater hat seine Frau und seine drei Kinder erstochen in ihrer Wohnung in Brüssel gefunden, als er von der Arbeit nach Hause kam. "Es war dunkel. Ich rief, aber niemand antwortete. Als ich das Licht anmachte, sah ich überall Blut", sagte der 39-Jährige im RTL-Interview.

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Belgien, Familiendrama
In diesem Haus hat ein Familienvater seine Frau und seine drei Kinder erstochen in ihrer Wohnung in Brüssel gefunden, als er von der Arbeit nach Hause kam. © dpa, Julien Warnand

Zunächst habe der Koch mehrfach bei seiner Familie angerufen, jedoch niemanden erreicht. Wie die belgische Zeitung 'Standaard' berichtet, soll sich der Mann daraufhin voller Sorge für den Rest des Tages frei genommen haben, um nachzusehen. Als er durch die Wohnung gegangen sei, habe er die Leichen seiner Frau und seiner beiden älteren Söhne vor dem Fernseher entdeckt. Sein jüngster Sohn habe im Zimmer nebenan gelegen. Seine Jungen waren zwischen drei und sieben Jahren alt.

Bürgermeister spricht von “privatem Problem“

Zwischenzeitlich war der Mann selbst unter Verdacht, er ist aber weiterhin auf freiem Fuß. Die Ermittler bestätigten den Vierfachmord, wollten aber wegen der laufenden Ermittlungen keine Angaben zu Täter oder Motiv machen. Die Opfer seien erstochen worden, berichteten Medien. Während die Ermittler sich ausschwiegen, machte der Bürgermeister des betroffenen Stadtteils Etterbeek, Vincent De Wolf, Andeutungen über ein Verbrechen innerhalb der Verwandtschaft.

De Wolf sagte dem Sender 'RTBF', das Motiv sei "wirklich ein privates Problem". Nach Angaben der Nachbarn lebte die Familie indischer Herkunft unauffällig, es habe keine Konflikte oder Streitigkeiten gegeben. Sie gehörte der Sikh-Religionsgemeinschaft an und lebte seit Jahren in Belgien.

Vor wenigen Wochen war in einem Sikh-Tempel in den USA ein Massaker angerichtet worden. Damals starben sechs Sikhs und der Täter, der es womöglich auf Muslime abgesehen hatte und die Religionsgemeinschaften verwechselte.


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