Blutiger Hinterhalt: Polizei rätselt

Täter und Opfer im Koma

Der mysteriöse Messer-Angriff auf zwei Polizisten in Gelsenkirchen in der Nacht auf Dienstag stellt die Ermittler vor große Rätsel. "Es sind bei dem Beschuldigten insgesamt zwei Messer gefunden worden. Wir stehen noch ganz zu Beginn der Ermittlungen, so dass wir zur Motivlage des Täters noch keine Angaben machen können", sagt der Essener Staatsanwalt Marcus Schütz.

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Der Tatort in Gelsenkirchen
Die Polizei hat den Tatort zur Spurensicherung in Gelsenkirchen abgesperrt. © dpa, Federico Gambarini

Kurz vor Mitternacht hatte jemand den 45-jährigen Polizisten und seine 30-jährige Kollegin per Notruf alarmiert - zu einem Verkehrsunfall, für die Polizisten auf Streife ein ganz normaler Einsatz. Von einem "Parkrempler" sei am Telefon die Rede gewesen, so Schütz. Als die beiden Beamten in der gepflasterten Wohnsiedlung in Gelsenkirchen aus dem Wagen steigen, greift ein 21-Jähriger sie plötzlich an. Rammt dem Beamten ein Messer in Brust und Arme, sticht auf Gesicht und Hals der Polizistin ein. Um sich und seine Kollegin zu schützen, hat der Polizist seinen Angreifer mit Schüssen abgewehrt, auf Oberschenkel und Bauch gezielt.

Der Auszubildene wohnte in der Nähe des Tatorts. Zwei Handys fand man bei ihm, mit denen die Polizisten aber nicht gerufen worden sind. Klarheit soll ein Stimmvergleich bringen. Doch weder der Angreifer, ein Auszubildender aus Gelsenkirchen, noch die Polizisten konnten am Dienstag aussagen. Der Täter und beide Opfer liegen nach Notoperationen im künstlichen Koma.


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