Bonn: Neugeborenes Baby in Rucksack ausgesetzt

29.06.2014 | 17:33
Rucksack, in dem das Baby gefunden wurde. In diesem Rucksack wurde das Baby in Bonn ausgesetzt.

Deutliche Geburtsspuren

Ein ausgesetztes Neugeborenes ist in Bonn knapp dem Tod entgangen. Drei junge Leute fanden das offenbar nur wenige Stunden alte Baby in einem Rucksack in der Nähe einer Bahnlinie. Das Kind war in eine Decke gewickelt. Die jungen Leute waren auf dem Nachhauseweg und hatten das gedämpfte Wimmern in der Nähe des kleinen Weges gehört, wie die Polizei berichtete.

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Sie gingen dem Geräusch nach und fanden den Rucksack in einem Gebüsch. Als sie ihn öffneten und den Jungen entdeckten, riefen sie sofort den Notarzt und Polizei. Es sei Zufall gewesen, dass das Kind überlebt habe, sagte ein Polizeisprecher. Das Geräusch sei wohl kaum zu deuten gewesen.

Es sei den jungen Leuten hoch anzurechnen, dass sie sich auf die Suche gemacht hätten. Der schnell herbeigeeilte Notarzt brachte das Neugeborene, das noch deutliche Geburtsspuren trug, sofort in eine Spezialklinik. Es schwebe derzeit nicht in Lebensgefahr, hieß es.

Die Polizei hat eine Mordkommission eingerichtet. Wer das Kind in dem Gebüsch abgelegt hat, ist noch unklar. Die Ermittler hoffen auf Hilfe der Anwohner. Hierzu nimmt die Mordkommission der Bonner Polizei oder jede andere Dienststelle Hinweise unter 0228/15-0 entgegen.

Bildquelle: dpa bildfunk